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13. Oktober 2003, 14:35 Uhr

Bundeshilfen

Promis kämpfen für Berlin

Die mit rund 50 Milliarden Euro verschuldete Stadt Berlin erhält im Kampf um Bundeshilfen Unterstützung von Prominenten. Bekannte Polit-Veteranen machen sich jetzt für eine bessere finanzielle Ausstattung der Hauptstadt stark.

Wirbt für Berlin: Altkanzler Schmidt
DPA

Wirbt für Berlin: Altkanzler Schmidt

Berlin - In einer Studie der "Deutsche Nationalstiftung", die am Mittwoch präsentiert wird, plädieren Altkanzler Helmut Schmidt, der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, Altbundespräsident Richard von Weizsäcker und der frühere SPD-Chef Hans-Jochen Vogel für eine bessere finanzielle Ausstattung der Hauptstadt. Berlin vertrete "als Symbol Deutschlands", heißt es in der Studie, "auch die Interessen der Länder".

Es liege deshalb im Interesse aller Bundesländer, dass "Deutschland durch Berlin und in Berlin angemessen repräsentiert" werde - "Interesse bedeutet aber auch Finanzierungspflicht". Konkret plädieren mehrere Autoren für eine rasche Länderfusion von Berlin und Brandenburg, die aus dem Land Berlin eine Kommune machen würde, die der Bund dann kräftiger als zuvor unterstützen solle. Unter anderem wird die komplette Übernahme mehrerer kultureller Einrichtungen Berlins durch den Bund angeregt. "Es genügt", so Vogel, "wenn die Stadt in entsprechender Relation zu ihrer Größe so gefördert wird, wie seinerzeit Bonn, und der Bund Einrichtungen von nationaler Bedeutung ganz übernimmt."

Stefan Berg

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