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Umstrittene Elektroimpulswaffen Bundespolizei testet Taser auf Bahnhöfen

Der Einsatz von Taser-Geräten ist mit Risiken behaftet - dennoch will die Bundespolizei einen Testlauf bei Bahnpolizeiinspektionen Frankfurt am Main, Kaiserslautern und am Berliner Ostbahnhof starten.
aus DER SPIEGEL 35/2020

Im September will die Bundespolizei einen Testlauf mit Distanz-Elektroimpulsgeräten starten, besser bekannt als Taser. Je zehn Geräte gehen für zunächst ein Jahr an Polizisten der Bahnpolizei-Inspektionen Frankfurt am Main, Kaiserslautern und am Berliner Ostbahnhof. Bisher setzen in Deutschland nur die Landespolizeien in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland auf den Taser. Versuche in anderen Bundesländern laufen.

Die Bundespolizei hat bisher ihre Spezialtruppe GSG 9 damit ausgerüstet. Dort kamen die als Waffe deklarierten Taser angeblich nie zum Einsatz. Das Testgerät Taser X2 wurde nun mit der Zulassung bei der Bundespolizei zu einem "Hilfsmittel bei unmittelbarem Zwang" herabgestuft.

Einsatz nur nach vorheriger Warnung

Der Risiken ist sich die Bundespolizei bewusst – in der hessischen Polizei gab es bisher mindestens einen Toten nach Taser-Einsätzen. Zielen sollen Bundespolizisten möglichst nur auf den Rücken oder Bauch von Personen, die sich sonst nur mit der Schusswaffe stoppen ließen. Kopf, Hals, Nacken und Genitalien sind laut Verordnung tabu. Getasert werden darf nur nach vorheriger Warnung.

DER SPIEGEL 35/2020
Foto: Chris Kleponis / imago images

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Auf Bahnhöfen und in Streifenfahrzeugen muss ein Defibrillator bereitstehen, sollte der Elektroschock beim mutmaßlichen Täter zum Herzstillstand führen. Vom Taser verspricht sich die Bundespolizei mehr Sicherheit für die Beamten und weniger Risiken für Angreifer.

amp
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