Gauck-Nachfolge Merkel wollte Birthler als Bundespräsidentin

Marianne Birthler war Merkels Wunschkandidatin für die Nachfolge von Bundespräsident Gauck. Doch die Ex-Bürgerrechtsaktivistin lehnte die Anfrage der Kanzlerin nach SPIEGEL-Informationen ab.

Marianne Birthler
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Marianne Birthler


Kanzlerin Angela Merkel hat der ehemaligen brandenburgischen Bildungsministerin Marianne Birthler noch in der vergangenen Woche angeboten, als schwarz-grüne Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren. Merkel unterbreitete der ehemaligen DDR-Bürgerrechtsaktivistin nach SPIEGEL-Informationen in einem Telefonat das Angebot, als gemeinsame Kandidatin von Union und Grünen in die Bundesversammlung zu ziehen. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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CSU-Chef Horst Seehofer hatte es in internen Gesprächen für möglich erklärt, dass auch seine Partei Birthler unterstützt, da sie im Gegensatz zum baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) keine aktive Parteipolitikerin ist. Birthler erbat sich gegenüber Merkel Bedenkzeit, sagte aber kurz vor dem Spitzentreffen der Parteichefs von CDU, CSU und SPD am vergangenen Sonntag im Kanzleramt ab.

Damit war die letzte Option für Merkel geplatzt, eine Kandidatur von Außenminister Frank-Walter Steinmeier zu verhindern. Der Sozialdemokrat ist seit Montag gemeinsamer Kandidat von CDU, CSU und SPD.

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