Bundespräsidenten-Wahl Mehr Stimmen für die Union


Berlin - Durch den der Hamburger CDU kann die Union ihre Position in der Bundesversammlung verbessern: Sie kann voraussichtlich zwei Delegierte mehr in das Gremium entsenden. Damit steigen die Chancen der Union, ihren Wunschkandidaten in das Amt des Bundespräsidenten zu heben.

Die Bundesversammlung tritt das nächste Mal am 23. Mai zusammen, um einen Nachfolger für Johannes Rau zu bestimmen. Bei der Wahl stellt die Union nach ersten Berechnungen jetzt 541 der insgesamt 1206 Delegierten. Die FDP entsendet 81 Vertreter.

Die Mitglieder der Bundesversammlung setzen sich aus den 603 Bundestagsabgeordneten und der gleichen Anzahl von Vertretern der Länder zusammen. Die absolute Mehrheit liegt demnach bei 604 Stimmen. Hamburg kann aufgrund seines Bevölkerungsanteils 12 Delegierte stellen.

Die SPD verliert einen Sitz und stellt künftig 458 Delegierte, die Grünen gewinnen ein Mandat hinzu und kommen dann auf 90 oder 91 Sitze. In der Bundesversammlung ist auch die PDS mit 31 Delegierten vertreten. Andere Parteien stellen nur noch drei Mandate, da die Hamburger Schill-Partei, der bisher zwei Plätze zustanden, keine Delegierten mehr entsendet.

Bislang hat sich die CDU allerdings noch nicht auf einen Kandidaten geeignet. Im Gespräch sind die Unions-Kandidaten Klaus Töpfer und Wolfgang Schäuble. Möglich wäre allerdings auch eine Zustimmung zu einem FDP-Kandidaten.



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