Corona-Pandemie Bundesregierung erklärt Spanien zum Risikogebiet - bis auf die Kanaren

Das Urlaubsland Spanien gilt - mit Ausnahme der Kanarischen Inseln - für die Bundesregierung nun als Risikogebiet wegen hoher Infektionszahlen. Auch Mallorca ist dabei.
Auch die Baleareninsel Mallorca zählt zum Risikogebiet (Bild vom 1. August)

Auch die Baleareninsel Mallorca zählt zum Risikogebiet (Bild vom 1. August)

Foto: Clara Margais/ dpa

Wegen steigender Corona-Fallzahlen in Spanien hat die Bundesregierung entschieden, das Festland sowie die balearischen Inseln als Risikogebiet auszuweisen. Ausgenommen davon sind die Kanarischen Inseln. Darauf habe sich das Gesundheitsministerium mit dem Auswärtigen Amt und dem Bundesinnenministerium verständigt, teilte das Bundesgesundheitsministerium dem SPIEGEL auf Anfrage mit.

In Spanien zeige sich ein "dynamisches Ausbruchsgeschehen, die Fallzahlen steigen im Trend weiter an". Das Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass Reisende aus Spanien bei der Rückkehr einen kostenlosen Coronatest machen müssen. Bis ein negatives Testergebnis vorliege, gelte eine häusliche Quarantäne. Wer nach Spanien reise, solle sich an die sogenannte AHA-Regel halten: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmaske tragen.

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Risikogebiete auf Liste des RKI erfasst

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste  des bundeseigenen Robert Koch-Instituts (RKI) hervor, die fortlaufend aktualisiert wird. Sie umfasst derzeit etwa 130 Staaten von Ägypten über Russland bis zu den USA. In Spanien standen bereits die Regionen Aragón, Navarra, das Baskenland, Katalonien und die Hauptstadt Madrid auf der Liste. Diese neue Ausweisung in Bezug auf Spanien auf den Seiten des RKI bisher noch nicht aktualisiert.

Für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich schon im Urlaubsland in den 48 Stunden vor der Abreise testen. Dann müssen sie den Test aber selbst bezahlen. Oder sie lassen sich bis zu drei Tage nach der Rückkehr in Deutschland testen. Das ist dann kostenlos. In häuslicher Quarantäne muss man so lange bleiben, bis das Testergebnis da ist. In der Regel dauert das laut Gesundheitsministerium 24 bis 48 Stunden.

Aus der EU stehen aktuell auch Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen sowie Teile Rumäniens und Bulgariens auf der Liste der Risikogebiete. Diese Einstufung ist nicht gleichbedeutend mit Reisewarnungen, die das Auswärtige Amt für Länder ausspricht. Eine Reisewarnung ist zwar kein Reiseverbot, aber die abschreckende Wirkung ist beabsichtigt.

mst/pgo/dpa
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