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Ministerien Bundesregierung leistet sich immer mehr Spitzenbeamte

Inflation der Führungskräfte: Die Zahl der Staatssekretäre und Ministerialdirektoren in der Bundesregierung ist nach SPIEGEL-Informationen seit 2010 deutlich gestiegen. Besonders ein Ministerium sticht dabei heraus.
aus DER SPIEGEL 13/2021
Bundesinnenministerium: Zahl der Spitzenbeamten von 14 auf 20 gestiegen

Bundesinnenministerium: Zahl der Spitzenbeamten von 14 auf 20 gestiegen

Foto: Paul Langrock / DER SPIEGEL

Die Bundesregierung bläht die Führungsspitzen ihrer Ministerien immer mehr auf. Die Zahl der politischen Beamten in allen Ressorts ist seit 2010 um fast 20 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor.

Demnach tun derzeit 167 Staatssekretäre und Ministerialdirektoren Dienst, 2010 waren es noch 140. Den größten Zuwachs verzeichnet das Innenministerium, wo die Zahl der Spitzenbeamten von 14 auf derzeit 20 stieg. In den Bundesministerien für Finanzen und Gesundheit gibt es heute jeweils drei politische Beamte mehr als noch 2010.

Aus: DER SPIEGEL 13/2021

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Viele Ressorts beschäftigen ein oder zwei Führungskräfte zusätzlich, in zwei Häusern – dem Verkehrsministerium und dem Auswärtigen Amt – blieb die Anzahl der Topjobs gleich. Nur das Verteidigungsministerium muss mit weniger politischen Beamten auskommen als vor elf Jahren, nämlich mit dreien.

Der Bund lässt sich die Besoldung seiner Spitzenkräfte derzeit rund 40 Millionen Euro im Jahr kosten. »Ich bin dafür, dass die Zahl der politischen Beamten eingefroren wird, bis wir unsere Staatsschulden abbezahlt haben«, fordert Gesine Lötzsch, Chefhaushälterin der Linken, die die Anfrage gestellt hatte.

Staatssekretäre und Ministerialdirektoren stehen in einem besonderen Vertrauensverhältnis zu ihrem Minister und können jederzeit ohne Angabe von Gründen in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden. Während Staatssekretäre häufig ihre Minister bei der Leitung des Ressorts nach innen und außen vertreten, führen Ministerialdirektoren für gewöhnlich deren Fachabteilungen.

rei
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