Kampf gegen Islamisten und Rechtsradikale Bundesregierung stellt mehr Agenten und Verfassungsschützer ein

Die Bundesregierung stockt das Personal für den Kampf gegen den Terror und Rechtsradikale auf. Laut einem Medienbericht hat der Bundestagsausschuss für die Haushalte der Geheimdienste Hunderte neue Stellen genehmigt.
Neubau des Bundesnachrichtendienstes in Berlin: 250 zusätzliche Stellen

Neubau des Bundesnachrichtendienstes in Berlin: 250 zusätzliche Stellen

Foto: Paul Zinken/ dpa

Die Bundesregierung stellt Hunderte zusätzliche Geheimdienstmitarbeiter ein. Der Auslandsgeheimdienst BND bekomme 225 Stellen mehr, berichtete die "Bild am Sonntag". Dies habe das Vertrauensgremium des Bundestags, das geheim über die Ausgaben der Geheimdienste berät, bereits am vergangenen Donnerstag beschlossen. 125 der neu geschaffenen Posten seien für die Terrorismusaufklärung vorgesehen.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz erhält dem Bericht zufolge einen zweiten Vizepräsidenten und 250 zusätzliche Stellen. 150 von ihnen würden für die Bekämpfung des Rechtsextremismus eingestellt. "Es ist absolut notwendig, dass wir angesichts der Terrorgefahr durch Islamisten und Rechtsradikale unsere Geheimdienste personell verstärken", zitierte die "Bild am Sonntag" ein namentlich nicht genanntes Mitglied der Großen Koalition.

Der BND hat aktuell rund 6500 Mitarbeiter und einen Jahresetat von rund 615 Millionen Euro. Beim Bundesamt für Verfassungsschutz arbeiten gut 2750 Bedienstete, es bekommt aus dem Bundeshaushalt Mittel in Höhe von rund 210 Millionen Euro.

oka/AFP