Der Bundestag hat dem Bundeswehreinsatz gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zugestimmt. Damit sollen bis zu 1200 deutsche Soldaten mit Aufklärungsflügen und einer Fregatte die internationale Koalition im Kampf gegen den IS-Terror unterstützen - zunächst bis Ende 2016.
Für das Mandat votierten 445 Abgeordnete, dagegen waren 145. Es gab sieben Enthaltungen. Die Ja-Stimmen kamen fast ausschließlich aus dem Koalitionslager. Die Linksfraktion hatte vorab ein geschlossenes Nein angekündigt, die Grünen-Fraktion eine mehrheitliche Ablehnung.
Vor der Abstimmung hatte es eine leidenschaftliche Debatte im Bundestag gegeben.
Die Aufklärungsflüge mit "Tornados" über Syrien sollen voraussichtlich bereits im Januar aufgenommen werden. Die Bundeswehr soll damit die Kampfjets der Anti-IS-Koalition unterstützen, selbst aber keine Bomben abwerfen. Die deutsche Fregatte "Augsburg" soll zum Schutz des französischen Flugzeugträgers "Charles des Gaulle" eingesetzt werden. Ein Tankflugzeug soll mit Treibstoffversorgung in der Luft längere Angriffsoperationen ermöglichen. Ziel ist die "Verhütung und Unterbindung terroristischer Handlungen", dabei will man besonders dem Partnerland Frankreich militärisch zur Seite stehen.
VIDEO: Diese Probleme bringt der Einsatz mit sich