Bundestag Haushaltsausschuss genehmigt Kauf neuer Eurofighter

Das Verteidigungsministerium will 38 neue Eurofighter kaufen. Die Kosten: rund 5,5 Milliarden Euro. Der Haushaltsausschuss des Bundestages votierte jetzt für das Programm.
Ein Eurofighter der Luftwaffe: Mit 5,5 Milliarden Euro soll die Flotte modernisiert werden

Ein Eurofighter der Luftwaffe: Mit 5,5 Milliarden Euro soll die Flotte modernisiert werden

Foto:

Oliver Berg/ dpa

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat dem Milliarden-Programm für die Beschaffung neuer Eurofighter für die Luftwaffe zugestimmt. Demnach stimmte eine Mehrheit des Gremiums für den Kauf im Wert von rund 5,5 Milliarden Euro. Das berichten die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters.

Mit der Beschaffung von 38 Kampfflugzeugen des Herstellers Airbus sollen ältere Maschinen der Luftwaffe ersetzen, die nur noch begrenzt einsatzfähig sind. Wie Reuters berichtet, sollen die Flugzeuge zwischen 2025 und 2030 ausgeliefert werden.

Erst am Mittwoch hatte der Verteidigungsausschuss des Bundestags einem Kauf der 38 Maschinen zugestimmt. Das hatte die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller, Mitglied des Ausschusses, dem SPIEGEL bestätigt.

Die Entscheidung über weitere Jets soll frühestens 2022 und damit erst nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr fallen. Der Kauf der Airbus-Maschinen ist Teil von Plänen des Verteidigungsministeriums, insgesamt 45 der F-18-Kampfjets des US-Herstellers Boeing sowie bis zu 93 Eurofighter zu beschaffen.

Die Bundeswehr verfügt aktuell über 85 Tornado-Jets sowie 143 Eurofighter, darunter mehrere Dutzend ältere Modelle, die nur begrenzt einsatzfähig sind. Langfristig arbeiten Deutschland und Frankreich mit den Konzernen Dassault und Airbus an der Entwicklung eines Kampfjets der nächsten Generation, über den die Bundeswehr ab etwa 2040 verfügen soll. 

hba/Reuters/dpa