Binnen weniger Stunden Zweiter medizinischer Notfall im Bundestag

Im Plenarsaal des Bundestags hat es am Abend erneut einen medizinischen Notfall gegeben. Diesmal war offenbar eine Linken-Abgeordnete betroffen.

Plenarsaal des Deutschen Bundestags
DPA/Christoph Soeder

Plenarsaal des Deutschen Bundestags


Zum zweiten Mal innerhalb eines Tages ist es im Plenarsaal des Bundestags zu einem medizinischen Zwischenfall gekommen. Während einer namentlichen Abstimmung wurde am Donnerstagabend plötzlich nach einem Arzt gerufen. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) unterbrach umgehend die Parlamentssitzung.

Die Linken-Politikerin Anke Domscheit-Berg schrieb auf Twitter, eine Abgeordnete ihrer Fraktion habe einen Schwächeanfall erlitten. Sie sei nach ein paar Minuten wieder zu sich gekommen. "Es waren Ärzte unter den Abgeordneten. Wir schirmten sie mit Tüchern ab", schrieb Domscheit-Berg. Den Namen der Abgeordneten erwähnte sie nicht.

In der Liveübertragung der Parlamentssitzung war zu sehen, wie Abgeordnete mit Tüchern die Sicht auf einen Bereich in der Nähe der Sitze der Linksfraktion blockierten.

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth eröffnete die Sitzung gut 15 Minuten später wieder und sagte, es gehe "der Kollegin den Umständen entsprechend besser". Roth wünschte der Abgeordneten alles Gute und dankte den Medizinern im Plenum, die schnell auf den Notfall reagiert hatten.

Wenige Stunden zuvor hatte bereits der Abgeordnete Matthias Hauer seine Rede wegen gesundheitlicher Probleme abbrechen müssen. Der nordrhein-westfälische CDU-Parlamentarier war anschließend ins Krankenhaus gebracht worden.

mes/dpa



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