Fahrstuhl im Jakob-Kaiser-Haus Polizei ermittelt wegen Hakenkreuzsymbol in Bundestagsgebäude

Der Mitarbeiter eines Abgeordneten entdeckte ein eingeritztes Hakenkreuz in einem Aufzug. Nun ermittelt die Bundestagspolizei. Das Symbol wurde provisorisch überklebt.
Berliner Regierungsviertel mit Jakob-Kaiser-Haus links vom Reichstagsgebäude

Berliner Regierungsviertel mit Jakob-Kaiser-Haus links vom Reichstagsgebäude

Foto: Bernd Settnik/ dpa

Die für den Bundestag zuständige Polizei ermittelt wegen eines Hakenkreuzsymbols, das in einen Fahrstuhl im Jakob-Kaiser-Haus eingeritzt wurde. Das bestätigte eine Sprecherin des Parlaments der Nachrichtenagentur dpa.

Zuvor hatte Alexander König, Mitarbeiter des Grünenabgeordneten Dieter Janecek, auf Twitter ein Bild gepostet, das das Symbol an einer Aufzugtür zeigt.

Er sei am Sonntag ins Büro gekommen, um ein paar Sachen zu erledigen, und habe dabei das Hakenkreuz entdeckt, schrieb König.

Inzwischen sei es überklebt und neben der Polizei auch andere Stellen im Bundestag über den Vorgang informiert. »Die Stelle im Fahrstuhl in einem Bundestagsbürogebäude ist provisorisch überklebt worden«, bestätigte eine Sprecherin des Bundestages.

Der Vorfall ereignete sich im Jakob-Kaiser-Haus, einem großen Gebäudekomplex gegenüber dem Reichstagsgebäude. Im Jakob-Kaiser-Haus befinden sich zahlreiche Abgeordnetenbüros, auch das Pressezentrum des Bundestages ist dort untergebracht.

Zuletzt hatte es im Bundestag im Vorfeld der Abstimmung um das abgeänderte Infektionsschutzgesetz einen Eklat gegeben. Rechte Aktivisten hatten auf den Fluren des Reichstagsgebäudes Abgeordnete bedrängt, belästigt, gefilmt und beleidigt. Den Störern war von AfD-Abgeordneten Zugang zum Gebäude verschafft worden.

fek/dpa
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