SPON-Umfrage Anhänger von Union, FDP und Grünen für Jamaikakoalition

Die SPD hat eine Neuauflage der Großen Koalition ausgeschlossen. Bleibt nur noch das Jamaika-Bündnis. Doch was halten die Wähler davon? Antworten im SPON-Wahltrend.
Kommt das Jamaika-Bündnis?

Kommt das Jamaika-Bündnis?

Foto: Frank Rumpenhorst/ picture alliance / Frank Rumpenhorst/dpa

Vor einigen Wochen fehlte den Parteichefs von FDP und Grünen noch die "Fantasie" für ein gemeinsames Bündnis mit der Union. Nach der Bundestagswahl ist Jamaika plötzlich die einzig verbliebene Variante für eine Regierungsbildung. Die vier Parteien kommen auf 52,5 Prozent der Stimmen.

Doch was halten die Wähler eigentlich von diesem Bündnis, das es auf Bundesebene so noch nicht gab? Das wollten wir wissen und starteten eine Umfrage mit unserem Kooperationspartner, dem Online-Meinungsforschungsinstitut Civey. Die Ergebnisse sind repräsentativ - und sie zeigen auf den ersten Blick ein ausgeglichenes Bild. Zustimmung und Ablehnung halten sich fast die Waage.

Der genauere Blick auf die Daten zeigt aber: Anhänger von Union, FDP und Grünen sind offenbar schon wesentlich weiter als ihre Parteichefs. Über alle drei Parteien ist eine große Zustimmung zu verzeichnen. Bei Sympathisanten der Union sehen fast die Hälfte der Befragten das Bündnis als "eher positiv". 15 Prozent stimmten sogar für "sehr positiv."

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Grünen und FDP: Für ihre Anhänger ist Jamaika zu
46,7 beziehungsweise 43,6 Prozent "eher positiv", 13,9 beziehungsweise 17,2 Prozent sehen es sogar "sehr positiv".

Anhänger von SPD, Linken und AfD lehnen das Bündnis dagegen ab: Die Befragten sehen zu mehr als 35 Prozent eine Jamaikakoalition als "eher negativ."

Noch vor Wochen war übrigens ein schwarz-gelbes Bündnis im SPON-Wahltrend die beliebteste Koalitionsvariante. Das Jamaika-Bündnis landete dagegen auf dem letzten Platz.

Anmerkungen zur Methodik: Der SPON-Wahltrend wurde in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey im Zeitraum vom 24. September bis 25. September 2017 online erhoben. Die Stichprobe umfasste mehr als 5194 Befragte. Der statistische Fehler lag bei 2,5 Prozent.

mho/dop
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