ZDF-Umfrage zur Bundestagswahl Union verliert zwei Prozentpunkte

Laut dem ARD-Deutschlandtrend hat die SPD zuletzt ein neues Umfragetief erreicht. Eine ZDF-Umfrage ergibt nun das Gegenteil: Hier legen die Sozialdemokraten zu - und die Union verliert.

Wahlplakat der CDU
REUTERS

Wahlplakat der CDU


Gut eine Woche vor der Bundestagswahl haben die Zustimmungswerte für die Sozialdemokraten einer neuen Umfrage zufolge wieder zugelegt. Wie aus dem ZDF-Politbarometer hervorging, stieg die SPD in der Sonntagsfrage um einen Prozentpunkt auf 23 Prozent.

Die Union hingegen sackte auf 36 Prozent ab (minus zwei Prozentpunkte). Auf Platz drei lagen FDP und AfD gleichauf mit jeweils zehn Prozent (beide plus ein Prozentpunkt). Linke und Grüne verharrten unverändert bei neun beziehungsweise acht Prozent.

Die ZDF-Umfrage kommt zu anderen Ergebnissen als die ARD. Laut dem neuesten ARD-Deutschlandtrend fiel die SPD mittlerweile auf 20 Prozent. Es ist der tiefste Stand seit Januar dieses Jahres, damals war Martin Schulz noch nicht Kanzlerkandidat. CDU und CSU kamen in der ARD auf 37 Prozent. Die Unterschiede sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten. In beiden Umfragen liegt der statistische Fehler bei bis zu rund drei Prozent.

Unterschiedliche Trends - gleiche Optionen

Für die möglichen Koalitionen ergeben sich laut beiden Umfragen trotz der unterschiedlichen Zahlen die gleichen Optionen: Neben einer großen Koalition würde es auch für eine Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen zu einer Mehrheit reichen.

Beide Varianten werden allerdings in der ZDF-Umfrage von der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt. Nur 25 Prozent der Befragten würden eine Jamaika-Koalition gut finden. 52 Prozent lehnen sie ab. Eine Fortsetzung der großen Koalition kommt immerhin auf 40 Prozent Zustimmung. 42 Prozent der Befragten finden sie schlecht.

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für SPIEGEL ONLINE hat unterdessen ergeben, dass die Mehrheit der Bevölkerung eine Verlängerung der Wahlperiode ablehnt. Für eine fünfjährige Legislaturperiode hatten sich zuletzt führende Vertreter aller derzeit im Bundestag vertretenen Parteien ausgesprochen.



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Anmerkung zur Methodik: Für das "Politbarometer" wurden in der Zeit vom 12. bis 14. September insgesamt 1.383 Menschen telefonisch gefragt: "Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre?" Die Umfrage ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der statistische Fehler liegt bei rund zwei bis rund drei Prozentpunkten.



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