SPIEGEL-Umfrage Union rutscht unter die 30-Prozent-Marke

Bei den ersten Landtagswahlen im Superwahljahr 2021 verbuchte die CDU Negativrekorde. Laut einer neuen Umfrage ändern sich die Absichten der Wähler auch in Hinblick auf die Bundestagswahl. Wer profitiert?
Eher nicht: In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz musste die CDU große Verluste einstecken

Eher nicht: In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz musste die CDU große Verluste einstecken

Foto: Michael Kappeler / dpa

Die Affäre um unlautere Geschäfte mit Coronaschutzmasken, die Wahlpleiten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Impfdebakel sowie generelles politische Missmanagement der Coronakrise und nun auch noch der Ärger um den zeitweisen Impfstopp mit AstraZeneca: die Kanzlerinparteien CDU und CSU stehen im Feuer.

Das spiegelt sich auch in der jüngsten Erhebung zur Sonntagsfrage wider. Die Union rutscht unter die 30-Prozent-Marke, verliert im Vergleich zu Ende Februar 4 Prozentpunkte. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den SPIEGEL. Für Grüne und SPD geht es leicht aufwärts.

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Damit ist der Höhenflug der Union aus dem ersten Coronakrisenjahr beendet, der Ausgang der Bundestagswahlen im Herbst scheint völlig offen.

Was der Union zudem Sorgen bereiten muss: Unter ihren verbliebenen Anhängerinnen und Anhängern gibt noch etwa jede oder jeder Zehnte an, sie oder er könne sich auch eine Wahl der Grünen vorstellen.

Ein möglicher Wechsel zum gegenwärtigen Koalitionspartner ist für Unionswähler hingegen weniger attraktiv. Die SPD kann auf deutlich weniger Wechselwillige von CDU und CSU hoffen als die Grünen.