Jüngste Abgeordnete Das ist die U-25-Fraktion im Bundestag

735 Abgeordnete hat der neue Bundestag, doch nur sechs von ihnen sind jünger als 25 Jahre – und alle kommen aus nur zwei Parteien. Hier stellen wir sie vor.
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Emilia Fester (Grüne), 23
Geboren am 28. April 1998 in Hildesheim (Niedersachsen)
Landesliste: Hamburg

Fester ist die jüngste der jungen Abgeordneten. Die Regieassistentin – die nach eigenen Angaben zudem studiert – zieht über die Landesliste Hamburg in den Bundestag ein. Dort ist sie bislang frauenpolitische Sprecherin im Landesvorstand der Grünen – und sammelte 2020 als Mitglied der Verhandlungskommission für die rot-grüne Landesregierung Erfahrung im Schmieden von Koalitionen. Festers politische Schwerpunkte sind Jugend- und Kinderpolitik, Feminismus und Klimaschutz.

Foto: Kay Nietfeld / dpa
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Niklas Wagener (Grüne), 23
Geboren am 16. April 1998 in Aschaffenburg (Bayern)
Wahlkreis: Aschaffenburg

Nur um zwölf Tage ist Wagener am Titel des jüngsten Abgeordneten vorbeigeschrammt. Der gebürtige Unterfranke studierte in Göttingen Forstwirtschaft und ist seit 2020 Grünen-Stadtrat und Fraktionsgeschäftsführer in Aschaffenburg. Bereits 2017 kandidierte Wagener für den Bundestag, nun zieht er im zweiten Anlauf über die Landesliste in den Bundestag. Sein politischer Schwerpunkt liegt auf dem Klimaschutz und der Frage, welchen Beitrag Forst- und Landwirtschaft dazu leisten können.

Foto: Björn Friedrich
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Jakob Blankenburg (SPD), 24
Geboren am 5. August 1997 in Uelzen (Niedersachsen)
Wahlkreis: Lüchow-Dannenberg – Lüneburg

Blankenburg hat ein Alleinstellungsmerkmal in der U-25-Riege: Er zieht nicht über die Landesliste, sondern als direkt gewählter Abgeordneter seines Wahlkreises in den Bundestag ein. Der studierte Politikwissenschaftler ist Chef der niedersächsischen Jusos, sitzt im SPD-Landesvorstand – und verdiente bislang sein Geld als angestellter Pressereferent der Landtagsfraktion. Seine Schwerpunkte sind Regionalentwicklung, Wohnungs-, Klima- und Sozialpolitik.

Foto: Stephan Guthahn
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Fabian Funke (SPD), 24
Geboren am 25. Juli 1997 in Dresden (Sachsen)
Wahlkreis: Sächsische Schweiz – Osterzgebirge

Auch Funke ist Vorsitzender seines Juso-Landesverbands, er zieht über die Landesliste in den Bundestag ein. In seiner Geburtsstadt Dresden studiert der 24-Jährige an der TU Internationale Beziehungen; aufgewachsen ist er aber im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, tief im Osten also. Dort trat er auch als SPD-Kandidat an. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit den Themen Klima, Arbeit und Bildung.

Foto: SPD SOE
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Max Lucks (Grüne), 24
Geboren am 19. April 1997 in Gelsenkirchen-Ückendorf (NRW)
Wahlkreis: Bochum I

Vom anderen Ende der Republik – aus Bochum, tief im Westen – zieht der frühere Co-Chef der Grünen Jugend über die NRW-Landesliste in den Bundestag ein. Der Student der Sozialwissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum arbeitete zuletzt als angestellter Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Grünenfraktion im Ruhrparlament. Lucks – der sich ironisch als »militanter Kampfradler« bezeichnet – warb im Wahlkampf unter anderem für höhere Investitionen in ÖPNV und Radwege, 12 Euro Mindestlohn und ein Selbstbestimmungsgesetz zugunsten Inter-, Trans- und Nichtbinärer Menschen.

Foto: IMAGO / Revierfoto
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Merle Spellerberg (Grüne), 24
Geboren am 13. November 1996 in Höxter (Nordrhein-Westfalen)
Wahlkreis: Dresden II – Bautzen II (Sachsen)

Die Älteste der U-25-Riege hat viel mit dem rund neun Monate jüngeren Kollegen Fabian Funke gemein: Auch Spellerberg kommt aus Sachsen und zieht über die Landesliste ihrer Partei in den Bundestag ein. Auch sie studiert Internationale Beziehungen an der TU Dresden und fungierte ebenfalls als Chefin des sächsischen Jugendverbands ihrer Partei. Allerdings ist diese Partei nicht die SPD, sondern es sind die Grünen. Ihre politischen Schwerpunkte setzt sie in der Außen-, Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie im Feminismus und Antifaschismus.

Foto: Sven Ellger / IMAGO
fdi
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