Sondierungen FDP-Vize Vogel von Union genervt

Die Liberalen sprachen in den vergangenen Tagen mit Grünen, SPD und Union. Aus zwei Gesprächen sei nichts nach außen gedrungen, nur eine Partei steche Informationen an die Medien durch, kritisiert Johannes Vogel.
FDP-Politiker Vogel: »Angebliche Gesprächsinhalte an die Medien durchgestochen«

FDP-Politiker Vogel: »Angebliche Gesprächsinhalte an die Medien durchgestochen«

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Lange war die Union der Wunschpartner der FDP. In den vergangenen Tagen zogen die Christdemokraten indes den Unmut mindestens eines prominenten Liberalen auf sich. Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Johannes Vogel hat die Union nach den ersten Sondierungen kritisiert.

Er habe am vergangenen Wochenende für seine Partei an drei Sondierungsgesprächen teilgenommen, schrieb Vogel bei Twitter. Aus zweien lese und höre man nichts. Aus einem würden hingegen angebliche Gesprächsinhalte an die Medien durchgestochen, so Vogel. »Das fällt auf, liebe Union – und es nervt!«

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Wenige Minuten vor Vogels Tweet hatte die »Bild« von einer »Knallhart-Ansage der FDP« berichtet . Vertreter der Liberalen waren in den vergangenen Tagen mit führenden Grünen, Sozialdemokraten und Unionspolitikern zu Gesprächen über eine mögliche Regierungsbildung zusammengekommen.

Am gestrigen Sonntag hatte FDP-Generalsekretär Volker Wissing die erste Gesprächsrunde mit der Union noch positiv bewertet. »Wir haben ein konstruktives Gespräch geführt und haben inhaltlich wenig Klippen«, sagte Wissing. Auf die Frage, ob er die Union in ihrem jetzigen Zustand für regierungsfähig halte, sagte Wissing: »Wir haben Vertraulichkeit über das Gespräch vereinbart.« Er wolle deswegen auch keine weitergehende Bewertung der Gesprächsinhalte vornehmen.

Die FDP wird laut Wissing die Gespräche mit den möglichen Koalitionspartnern zunächst intern bewerten. Dabei solle dann entschieden werden, ob es weiteren Bedarf an Vorsondierungen gebe, so Wissing. Er betonte zugleich: »Wir haben kein Interesse an irgendeiner Hängepartie.« Deutschland müsse handlungsfähig und regierungsfähig bleiben.

asa
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