Bundestagswahl Umstrittener Linken-Kandidat Sedlmair tritt zurück

Seine Kandidatur für den Bundestag währte nicht lang: Der Dachauer Chris Sedlmair tritt nicht für die Linke an. Der 31-Jährige, der mit bizarren Äußerungen zu den USA und Saddam Hussein auf sich aufmerksam machte, gibt aus persönlichen Gründen auf.

Hamburg - Die USA erklärte er zum " mörderischsten Imperium seit Hitler", auf seiner Homepage ließ er Sympathie für den früheren irakischen Diktator Saddam Hussein durchschimmern: Chris Sedlmair, Direktkandidat der Linken in Dachau für die Bundestagswahl, hat mit seinen Äußerungen auch innerhalb der Partei für Irritationen gesorgt.

Von seiner Kandidatur ist der 31-Jährige jetzt zurückgetreten. Er habe "sehr negative Nachricht in privater Sache erhalten" und deshalb dem Vorstand der bayerischen Linken seinen Rücktritt von der Kandidatur für das Direktmandat mitgeteilt. Seine Parteifreunde würden diesen Schritt sehr bedauern, schrieb Sedlmair in einer E-Mail an SPIEGEL ONLINE. Aber er könne aus privaten und familiären Gründen "den für einen ländlichen Wahlkreis in Bayern notwendigen Einsatz bis zum Wahltag" nicht garantieren.

hen