SPON-Wahltrend Union hält SPD auf Abstand

Die gute Nachricht für die SPD: Sie kann den Rückstand auf die Union etwas verringern. Die schlechte: Die Parteien trennen mehr als 13 Prozentpunkte. Die Ergebnisse des SPON-Wahltrends.
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz

Foto: Michael Bahlo/ dpa

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz tourt durch die Bundesrepublik, die Wahlplakate der Partei sind enthüllt, und auch das Programm steht - doch eine fulminante Aufholjagd der Sozialdemokraten lässt weiter auf sich warten. Im aktuellen SPON-Wahltrend legt die SPD im Vorwochenvergleich nur minimal um 0,7 Prozentpunkte auf 24,8 Prozent zu.

Das ist zu wenig, wenn die SPD bei der Bundestagswahl wirklich gewinnen will - denn die Konservativen sind seit Wochen in der Wählergunst stabil. Wäre am Sonntag Wahl, kämen CDU/CSU zusammen auf 38,1 Prozent der Stimmen. Rund ein Monat bleibt den Sozialdemokraten noch, um den Rückstand von rund 13 Prozentpunkten aufzuholen.

Wir wollten wissen: Welche Partei würden Sie wählen? So haben Sie abgestimmt.

Stabil sind auch die Umfragewerte der kleineren Parteien. Weder Linkenoder Grünen noch FDP oder AfD gelingt es in diesem Wahlkampf, sich klar als drittstärkste Kraft zu positionieren. Seit Wochen ist der Abstand zwischen den Parteien nahezu gleichbleibend gering - mit leichten Vorteilen für die Linke. Sie kommt in dieser Woche auf 9 Prozent, die FDP erreicht 8,3 Prozent und Grüne 8 Prozent. Einzig die AfD verliert im Vorwochenvergleich deutlicher: Sie kommt auf 7,6 Prozent der Stimmen, ein Minus von 0,8 Prozentpunkten.

Rechnerisch möglich wäre in dieser Woche nur eine Fortsetzung der Großen Koalition - oder eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen. Schwarz-Gelb kratzt mit 46,4 Prozent zumindest an der Mehrheit.

Anmerkungen zur Methodik: Der SPON-Wahltrend wurde in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey im Zeitraum vom 15. bis 22. August 2017 online erhoben. Die Stichprobe für die SPONtagsfrage umfasste mehr als 10.000 Befragte. Der statistische Fehler lag bei 2,5 Prozent.

Im Wahljahr befragen SPIEGEL ONLINE und Civey regelmäßig Leserinnen und Leser zu aktuellen politischen Themen. Stimmen Sie hier ab - den aktuellen Stand sehen Sie sofort, wenn Sie teilgenommen haben.

brk
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.