Ehemaliger Bundesverfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde ist tot

Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde ist gestorben. Der Jurist hatte sich mit Entscheidungen zu Asylfragen und dem Länderfinanzausgleich einen Namen gemacht.

Ehemaliger Bundesverfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde (Archivbild)
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Ehemaliger Bundesverfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde (Archivbild)


Der frühere Bundesverfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 88 Jahren, teilte sein Sohn der Nachrichtenagentur dpa mit. Böckenförde gehörte von 1983 bis 1996 dem Zweiten Senat des Gerichts an. Dort war er vor allem für das Asyl- sowie für das Finanzverfassungs- und Haushaltsrecht zuständig.

Das Bundesverfassungsgericht erinnerte in einer Mitteilung beispielhaft an die Entscheidungen zum Länderfinanzausgleich und zu "Nachfluchttatbeständen", die Böckenförde vorbereitet hatte. Elf Mal habe er mit einem Sondervotum eine abweichende Meinung abgegeben.

Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble würdigte Böckenförde: Deutschland verliere einen seiner profiliertesten Staatsrechtler und einen bedeutenden Intellektuellen, sagte Schäuble.

Nach seiner Habilitation hatte der Rechtswissenschaftler an den Universitäten Heidelberg, Bielefeld und Freiburg gelehrt. Er wurde unter anderem mit dem Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken ausgezeichnet. Zuletzt lebte Böckenförde in Au bei Freiburg.

fek/dpa

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