Mitglieder der Bundesversammlung Diese Persönlichkeiten wählen den Bundespräsidenten

Nicht nur Abgeordnete dürfen den Bundespräsidenten wählen. Auch Prominente jenseits der Parlamente sind Teil der Bundesversammlung. Wir stellen einige von ihnen vor.
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Sie kennen sich gut: 2009 gewann Angela Merkel bei der Bundestagswahl gegen den damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Steinmeier, davor und danach war er Außenminister in ihrem Kabinett. 2016 lobte die damalige Kanzlerin ihn dann als »guten Kandidaten« für das Amt des Bundespräsidenten. Nun soll die 67-Jährige ihn für die CDU Mecklenburg-Vorpommern ein zweites Mal wählen.

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362 Tage hat der Astronaut Alexander Gerst, 45, an Bord einer Raumstation verbracht, kein anderer Deutscher war so lange im Weltall unterwegs. Aktuell ist Gerst aber wieder auf der Erde – und kann daher von den Grünen Baden-Württemberg in die Bundesversammlung entsandt werden.

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Im Wahlkampf hat er den Kanzlerkandidaten in seiner Sendung knifflige Frage von Kindern stellen lassen. Jetzt soll Klaas Heufer-Umlauf, 38, für die niedersächsische SPD den Bundespräsidenten wählen.

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Die bis heute erfolgreichste Bahnradsportlerin und zweifache Olympiasiegerin Kristina Vogel ist eines von insgesamt 20 thüringischen Mitgliedern in der Bundesversammlung, ausgewählt wurde die 31-Jährige von der CDU.

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Mehmet Daimagüler, 54, trat als einer der Opferanwälte im NSU-Prozess auf. Politisch hat er eine enge Verbindung zur FDP, deren Bundesvorstand er bis 2005 angehörte. Von den Freien Demokraten in Nordrhein-Westfalen wird er nun in die Bundesversammlung geschickt.

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Aus Niedersachsen wird Igor Levit, 34, zur Wahl anreisen. Der Pianist wurde 2020 von Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Jetzt soll er ihn für die Grünen wählen.

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Brigadegeneral Jens Arlt, 52, wird von der saarländischen CDU zur Wahl geschickt. Im August leitete er die Kabul-Evakuierung der Bundeswehr und rettete viele Menschen vor den Taliban. »Es war wie beim Schach, die Uhr lief gegen uns«, sagte er danach.

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Zum zweiten Mal schon nimmt Semiya Şimşek für die Thüringer Linke an der Bundesversammlung Teil. Die heute 36-Jährige ist die Tochter von Enver Şimşek, dem ersten Opfer der NSU-Mordserie.

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Die AfD Berlin schickt Carl-Wolfgang Holzapfel, 77, in die Bundesversammlung. Bekannt wurde er durch seine Protestaktionen gegen die Berliner Mauer. Im Jahr 1973 kündigte Holzapfel öffentlich an, ein Flugzeug entführen zu wollen, um eine Freilassung des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß aus dem Gefängnis zu erwirken. Zu einer Entführung kam es allerdings nie, Holzapfel stellte sich vorher der Polizei.

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Überzeugtes, wenn auch kritisches SPD-Mitglied sei sie, sagt die Autorin und Moderatorin Sophie Passmann, 28, über sich. Für ein Radiointerview mit Frank-Walter Steinmeier bekam sie einst einen Medienpreis.

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Als »Jahrhunderttalent« bezeichnete ihn einst sein Trainer Peter Neururer. Seit einigen Jahren kickt der Ex-Bochumer Mittelfeldspieler Leon Goretzka, 27, für Bayern München. Für die bayerische SPD wählt er nun den Bundespräsidenten.

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Die Soulsängerin Joy Denalane, 48, wurde von den Grünen Baden-Württemberg für die Bundesversammlung nominiert. Im Sommer trat sie im Schloss Bellevue auf – dort gab es ein Fest des Bundespräsidenten für besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger.

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»Wallah ich komme«, schrieb Reyhan Şahin zu einem Foto von ihrer Einladung in die Bundesversammlung. Unter ihrem Künstlernamen Lady Bitch Ray rappt die Bremerin über Themen wie Feminismus – oft verpackt in provokant vulgären Texten. Nun wird die 41-Jährige von der Linken zur Wahlurne entsandt.

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Gar nicht anzureisen braucht Christian Drosten, 49: Von der Berliner Charité zum Bundestag sind es nur wenige Meter. Die Grünen haben das Gesicht der Pandemie zu ihrem Wahlmann gemacht.

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»Natürlich wäre ich gerne Bundespräsident«, sagte der Kabarettist Dieter Nuhr, 61, dem Magazin »Bunte«. Von der FDP Nordrhein-Westfalen wurde er aber nur nominiert, um jemand anders in dieses Amt zu wählen.

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Mit 19 Jahren ist sie das jüngste Mitglied der Bundesversammlung: Johanne Börgermann wurde von der SPD nominiert. In der Pandemie startete sie die Petition #wirwerdenlaut, um auf die Gefahren des Präsenzunterrichts während der Omikron-Welle aufmerksam zu machen.

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Mit Angela Merkel pflegt die Mehrheitseignerin des Springer-Verlags gute Kontakte. Kein Wunder, dass die Berliner CDU die 79-jährige Friede Springer zur Bundesversammlung schickt – zum sechsten Mal in Folge.

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Der Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, Hansi Flick, wird ebenfalls an der Bundesversammlung teilnehmen. Flick, 56 Jahre alt, wurde von der baden-württembergischen CDU ausgewählt. Parteinähe spiele für ihn bei dieser Aufgabe allerdings keine große Rolle, sagte Flick.

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Auch die Wirtschaft wird bei der Bundesversammlung vertreten sein, etwa durch die 68-jährige Bärbel Bergerhoff-Wodopia. Sie ist unter anderem Mitglied im Aufsichtsrat des Steinkohle-Unternehmens RAG. Neu in der Bundesversammlung ist Bergerhoff-Wodopia nicht, 2017 wurde sie von der SPD Nordrhein-Westfalen schon einmal entsandt.

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Vor zwei Jahren tötete ein Rechtsextremer in Hanau neun Menschen mit Migrationsgeschichte, darunter auch den 23-jährigen Ferhat Unvar. Seine Mutter Serpil Unvar – hier trauernd am Sarg – ist nun auf Einladung der Grünen hessische Delegierte. Unvar engagiert sich in der Aufarbeitung der Tat, am 14. November 2020, dem Geburtstag ihres Sohnes, gründete sie die »Bildungsinitiative Ferhat Unvar«.

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