Bundeswehr Pistorius will moderne Taurus-Marschflugkörper kaufen
Tornado der Luftwaffe mit Taurus-Marschflugkörper
Foto: Arnulf Hettrich / IMAGOVerteidigungsminister Boris Pistorius, SPD, will die Bundeswehr nach SPIEGEL-Informationen mit einem neuen Modell des weitreichenden Marschflugkörpers Taurus ausstatten. Bisher aber fehlen ihm die Haushaltsmittel für das wichtige Projekt. Das Wehrressort legte dem Haushaltsausschuss in den vertraulichen Unterlagen für das Budget 2025 einen entsprechenden Projektsteckbrief vor.
Demnach sei es militärisch angezeigt, für rund 2,1 Milliarden Euro 600 Marschflugkörper vom Typ Taurus Neo zu bestellen. Die ersten der weitreichenden Marschflugkörper könnten 2029 ausgeliefert werden.
Illustration: Lennart Gäbel / DER SPIEGEL
Der Alleskönner von der Notaufnahme
Elektronische Helfer mit künstlicher Intelligenz werden zu medizinischen Vollprofis. Sie stellen Diagnosen, unterstützen bei Operationen und machen Menschen wieder gesund. Chatbots sollen seelisch Kranken zur Seite stehen. Doch echtes Mitgefühl werden Roboter kaum jemals zeigen können.
Lesen Sie unsere Titelgeschichte, weitere Hintergründe und Analysen im digitalen SPIEGEL.
Bisher ist das Projekt wegen der engen Finanzlage im Einzelplan für das Ministerium allerdings nur als Option aufgeführt. Um das Projekt zu starten, benötigt das Wehrressort 2025 nur um die 350 Millionen Euro, der Großteil der Kosten für die Hightechwaffen wäre erst ab 2029 fällig. Derzeit verfügt die Bundeswehr über rund 600 Taurus-Marschflugkörper älterer Bauart. Die Waffensysteme sind für Angriffe weit hinter den feindlichen Linien ausgelegt und werden gerade umfänglich modernisiert.
Die Ukraine hatte bereits mehrfach um die Lieferung von deutschen Taurus-Lenkflugkörpern gebeten. Kanzler Olaf Scholz hatte diese jedoch wiederholt abgelehnt.