Bundeswehr Drei Monate länger in Mazedonien

Die Bundeswehr wird ihren Einsatz für die Nato in Mazedonien verlängern. Das beschloss das rot-grüne Kabinett.


Berlin - Der Entschluss sei im "Umlaufverfahren" gefasst worden, teilte Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye mit. Vor knapp drei Monaten hatte der Bundestag mit breiter Mehrheit der Bundeswehr-Mission zugestimmt. Die Schutztruppe soll nun auch weiter die 284 Beauftragten der OSZE und der EU vor möglichen Übergriffen schützen.

Bei der zunächst am 27. September auf drei Monate angelegten Mission "Amber Fox" stellte Deutschland mit bis zu 600 Soldaten den Hauptteil des Nato-Verbandes und übernahm damit erstmals die Führungsfunktion. Nun soll das Mandat für noch einmal drei Monate verlängert werden. Der Bundestag soll in Kürze über die Verlängerung beschließen.

Die Schutztruppe selbst besteht nach Nato-Angaben aus etwa 700 Soldaten und wird, "falls erforderlich", um weitere 300 verstärkt. Deutschland wird die Führung nach den zusätzlichen drei Monaten an Frankreich abgeben. An dem Einsatz sind außerdem Soldaten aus Italien, Belgien, Kanada, Dänemark, Griechenland, den Niederlanden, Portugal, Polen, der Türkei und aus Norwegen beteiligt. Die Kosten für den Bundeswehreinsatz wurden auf 76 Millionen Mark (38,9 Millionen Euro) veranschlagt.



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