Mögliche Ausbildungsmission Bundeswehr schickt Erkundungsteam in Irak

Deutschland prüft die Beteiligung an einer militärischen Ausbildungsmission im Irak - es geht um den Kampf gegen den "Islamischen Staat". Nun schickt die Bundeswehr ein Erkundungsteam in das Land.

Bundeswehrsoldaten im Irak: Militärische Ausbildungsmission wird geprüft
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Bundeswehrsoldaten im Irak: Militärische Ausbildungsmission wird geprüft


Berlin - Ein Erkundungsteam der Bundesregierung bricht am Donnerstag in den Nordirak auf, um die Beteiligung der Bundeswehr an einer militärischen Ausbildungsmission zu prüfen. Zu dem Team gehören drei Vertreter des Verteidigungsministeriums und einer des Auswärtigen Amts. Deutschland erwägt die Ausbildung von Streitkräften in der nordirakischen Stadt Arbil. Damit will die Bundesregierung den Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) unterstützen.

Die Dschihadisten kontrollieren große Teile des Irak und Syriens. Um die an der Grenze zur Türkei gelegene nordsyrische Stadt Kobane tobt seit Wochen ein erbitterter Kampf. Unter den Verteidigern der Stadt wuchs zuletzt nach der Ankunft von rund 50 bis 70 Kämpfern der gemäßigten Freien Syrischen Armee (FSA) die Hoffnung, dass sie die Stadt gegen die Dschihadisten halten können. Die FSA ist mit dem syrischen Oppositionsbündnis Nationale Syrische Koalition verbunden, das vom Westen und der Türkei unterstützt wird.

Bundeswehr zeigte Peschmerga-Armee Bedienung von Waffen

Die Kurden in Kobane warten zudem auf weitere 150 Peschmerga-Kämpfer aus dem Nordirak. Eine erste Gruppe mit rund 80 Peschmerga war am Mittwochmorgen auf dem Flughafen Sanliurfa in der Südtürkei gelandet. Fernsehbilder zeigten, wie sie von Menschen jubelnd begrüßt wurden. Gemeinsam mit weiteren 70 Mann, die sich über Land auf den Weg gemacht haben, sollen sie in Kürze die Grenze in Richtung Kobane überqueren.

Im Gepäck haben die Peschmerga-Kämpfer schwere Waffen, darunter Artillerie und Panzerabwehr-Raketen. Sie werden dringend benötigt, um den IS in Kobane zurückschlagen zu können. Die Terroristen versuchen seit Wochen, die überwiegend von Kurden bewohnte Stadt einzunehmen. Sie kontrollieren das Umland von Kobane und attackieren die Stadt an der türkischen Grenze von mehreren Seiten.

Die Bundeswehr hat die kurdische Peschmerga-Armee im Nordirak mit Waffen beliefert und den Soldaten auch vor Ort die Bedienung gezeigt. Das Voraus-Team soll nun eine umfassendere militärische Ausbildung prüfen.

bka/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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Ronnyrichard 30.10.2014
1. Wer will das alles?
Die Bundeswehr, mehr Geld, mehr Personal, mehr Auslandseinsätze und eine bessere Ausbildung. Der Etat der Bundeswehr müsste erheblich aufgestockt werden für Ausrüstung und Sold. Mehr Personal durch Wiedereinführung des Wehrdienstes. Mehr Auslandseinsätze wären ebenfalls notwendig. Die Soldaten müssen ihr Können auch unter Beweis stellen. Die Ausbildung müsste an die der US-Marines angeglichen werden, damit die Soldaten auch gegenüber ihren Gegnern bestehen können. Letztlich müsste den Soldaten auch klar gemacht werden, dass sie im Kampf fallen. Das ist nun mal so!
demokroete 30.10.2014
2. Die vergeuden mein Stergeld
fuer die Ausbildung und Bewaffnung von kurdischen Terroristen oder sind das etwa regulaere Truppen des Staates Irak ? Die USA haben haben den IS gegen Assad ausgebildet und bewaffnet, sie koennen selber sehen, wie sie das wieder unter Kontrolle bekommen. Wir haben in diesem Konflikt nichts verloren.
frank13 30.10.2014
3. aufgepasst...
ich hoffe nur das frau Merkel und frau von der leien auch noch so engagiert bei der Sache sind wenn irgendwelche kranken köppe in Deutschland die ersten anschläge verüben... wir haben bei diesen Hottentotten aber auch garnichts verloren. grenzen dichtmachen und in einhundert jahren nochmal anklopfen und prüfen ob da sowas wie Demokratie entstanden ist.falls nicht...dann nochmal hundert jahre warten.
frank13 30.10.2014
4. grenzen dicht machen...
...und hundert jahre abwarten. es geht uns einen sch...dreck an was die Hottentotten da machen.die haben das zweitausend jahrelang gemacht.und es hat keinen auch nur im geringsten gestört. der ami hat sein öl bekommen...soll er auch den dreck wegmachen. hab keinen bock auch noch seinen krieg zu ende zu bringen.den nichts anderes machen wir da gerade.
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