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Bundeswehr: Frauen-Kampagne gestoppt

Online-Panne Bundeswehr stoppt umstrittene Frauen-Kampagne

Mit klischeeträchtigen Motiven wollte die Bundeswehr mehr Frauen rekrutieren - jetzt hat das Verteidigungsministerium die Aktion gestoppt. Der Grund soll eine Panne im Onlineauftritt der Werbekampagne sein.

Hamburg - Das Verteidigungsministerium hat eine umstrittene Werbekampagne für Frauen in der Bundeswehr abgebrochen. Die Kampagne war für ihre klischeehafte Darstellung von Frauen heftig kritisiert worden. Das soll aber laut Verteidigungsministerium nicht der Grund für den Stopp gewesen sein - sondern ein bizarrer Fehler beim Internetauftritt der Kampagne.

Kampagnen-Panne: Zewa statt Tarnfleck

Kampagnen-Panne: Zewa statt Tarnfleck

Foto: Thomas Wiegold/ augengeradeaus.ne

Wer die Seite via Facebook ansteuerte, sah ein Werbemotiv für "Zewa wisch & weg"-Haushaltstücher mit der Unterzeile: "So vielfältig wie Sie: Individuelle Karrieremöglichkeiten für Frauen bei der Bundeswehr." Die Seite war von einer vom Bundesamt für das Personalwesen der Bundeswehr beauftragten Werbeagentur erstellt und erst am Mittwoch freigeschaltet worden. Wer zurzeit die Internetadresse der Kampagne (frauen-in-der-bundeswehr.de ) eingibt, wird automatisch auf die Homepage der Bundeswehr weitergeleitet.

Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums erklärte, dass die Kampagne bereits am Donnerstagnachmittag bis auf Weiteres gestoppt worden sei. "Sollten sich erste Angaben erhärten, dass ein Programmierfehler der vom Bundesamt beauftragten Agentur Ursache für die irrtümliche Verbreitung des Zewa-Bildes und die sich anschließende rufschädigende Diskussion war, behält sich das Ministerium rechtliche Schritte vor", erklärte sie.

Über den Stopp der Kampagne hatte zuerst der verteidigungspolitische Blog "Augen geradeaus!" berichtet, bei dem auch weiterhin ein Screenshot von der Panne zu sehen ist .

ric/dpa
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