Mängel bei der Bundeswehr Nur 150 Puma-Panzer einsatzbereit

Verteidigungsministerin Lambrecht hat auf Defizite bei der Ausrüstung der Truppe hingewiesen. Von 350 Puma-Schützenpanzern seien weniger als die Hälfte einsatzbereit. Sie fügte hinzu: »Beim Kampfhubschrauber Tiger sieht es nicht anders aus.«
Schützenpanzer Puma

Schützenpanzer Puma

Foto: Holger Hollemann/ picture alliance / dpa

Mit bis zu 100 Milliarden Euro soll die Bundeswehr zukunftsfähig gemacht werden. Wie notwendig das ist, verdeutlichte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht bei der Debatte im Bundestag am Mittwoch.

Beim Tiger ist die Lage noch schlechter

Als Reaktion auf den russischen Angriff in der Ukraine müsse Deutschland nun die eigene Wehrhaftigkeit stärken, sagte die SPD-Politikerin. Ein Beispiel: »Wir haben zum Beispiel auf dem Papier 350 Schützenpanzer Puma, davon sind tatsächlich 150 einsatzbereit«, berichtete die Ministerin. »Beim Kampfhubschrauber Tiger sieht es nicht anders aus. Von 51 Maschinen können gerade mal neun abheben.«

Allein für den Kauf von Munition müssten – um der Verantwortung in der Nato nachzukommen – 20 Milliarden Euro eingesetzt werden.

»Putin hat mit seinem Überfall auf die Ukraine die Friedensordnung in Europa zertrümmert. Gewissheiten und Vereinbarungen, auf denen das freie und friedliche Leben von Millionen Menschen in Europa aufgebaut waren, sind zerstört«, sagte Lambrecht. »Und heute kämpfen 40 Millionen Ukrainer um ihr Leben, dieses Land kämpft um die Existenz.«

als/dpa