Bundeswehr Mehr als 750 Soldaten sollen in den Kongo

Die Bundeswehr will für die Sicherung der Wahlen im Kongo mehr als 750 Soldaten bereitstellen. Morgen entscheidet das Bundeskabinett über die deutsche Beteiligung an der EU-Mission. Das deutsche Militär schätzt den Einsatz als risikoreich ein.


Berlin - Von den 750 Soldaten seien bis zu 500 sogenannte Einsatzkräfte und mehr als 250 Unterstützungskräfte, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Mission soll demnach auf die Hauptstadt Kinshasa begrenzt werden und vier Monate dauern. Hauptaufgabe der deutschen Soldaten wird die mögliche Rettung und Befreiung etwa von Wahlbeobachtern im Großraum der Hauptstadt Kinshasa sein.

Beginnen solle die Viermonatsfrist mit dem ersten Wahltermin in dem zentralafrikanischen Land - dem 30. Juli. Die Zeit für die Stationierung und den Abzug der Soldaten sei dabei nicht eingerechnet. Der Sprecher bestätigte damit einen Bericht der  "Welt".

Das Bundeskabinett will am Mittwoch die Beteiligung der Bundeswehr beschließen. Der Bundestag wird voraussichtlich am 1. Juni über das  Mandat entscheiden.

Wie das Blatt weiter berichtete, will Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) außerdem drei Transporthubschrauber vom Typ CH 53 für den Einsatz bereitstellen. Bei einem Treffen der Verteidigungsminister der EU in Brüssel sei kein anderes Land bereit gewesen, diese Transportfähigkeiten anzubieten. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte weiter, noch sei nicht klar, wie viele Soldaten im Kongo und wie viele in benachbarten Ländern eingesetzt werden sollen. Dies werde es im Operationsplan der EU entschieden, hieß es.

ler/AFP/dpa



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