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27. November 2015, 15:01 Uhr

Marine-Prestigeprojekt

Neuer Ärger mit der Fregatte 125

Die Fregatte F125 ist eines der Prestigeprojekte der Bundeswehr. Doch es gibt nach Informationen des SPIEGEL neue Probleme mit dem ersten Schiff. Es wird deshalb womöglich noch später fertig.

Experten haben bei Untersuchungen der neuen Bundeswehr-Fregatte F125 festgestellt, dass der Lack des Kriegsschiffes unterhalb der Wasserlinie bereits vor der Inbetriebnahme abgeplatzt ist. Die Schäden sollen nach Informationen des SPIEGEL soweit fortgeschritten sein, dass sich an mehreren Stellen Muschelbewuchs gebildet hat. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Insider aus Marine und Industrie befürchten nun, dass das Schiff noch später fertiggestellt werden kann als erwartet. Die Fertigstellung der ersten F125 ist für 2017 geplant. Es ist mit einem Stückpreis von 660 Millionen Euro eines der prestigeträchtigsten Rüstungsvorhaben der Bundeswehr.

Bereits in der Vergangenheit kam es zu monatelangen Verzögerungen, nachdem die Brandschutzbeschichtung erneuert werden musste und Kabel nicht rechtzeitig verlegt wurden. Zuletzt streikte ein Getriebe der Fregatte.

In einem internen Papier äußerte das Verteidigungsministerium bereits vor einigen Wochen die Sorge, dass es zu Einschränkungen bei Operationen der Marine kommen könnte, sollte die Produktion nicht zuverlässig weiterlaufen.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, der Hersteller habe "bereits einen Plan zur Schadensbehebung erstellt", es würden keine weiteren Verzögerungen erwartet.

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