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Erhöhte Sicherheitsbedenken Verteidigungsministerium soll gegen verdächtige Drohnenflüge geschützt werden

Die Sicherheit für Dienstsitze des Verteidigungsministeriums soll nach SPIEGEL-Informationen verstärkt werden. Grund sind verdächtige Drohnen über Bundeswehrstandorten in Deutschland.
aus DER SPIEGEL 45/2022
Sitz des Verteidigungsministeriums auf der Hardthöhe (Foto von 2010)

Sitz des Verteidigungsministeriums auf der Hardthöhe (Foto von 2010)

Foto:

Oliver Berg/ picture alliance / dpa

Verdächtige Drohnenflüge über Bundeswehreinrichtungen häufen sich. Deshalb hat der territoriale Befehlshaber der Bundeswehr ein Schutz­programm für die Dienstsitze des Verteidigungsministeriums angeordnet. Einem vertraulichen Papier des Ber­liner Führungskommandos unter Generalleutnant Carsten Breuer zufolge wurde zuletzt Ende Oktober eine Drohne mit einer Spannweite von bis zu acht Metern über dem ersten Amtssitz des Ministeriums auf der Bonner Hardthöhe ge­sichtet. Im Ministerium hieß es, eine Mitarbeiterin habe den nächtlichen Drohnenflug gemeldet.

Breuer will nun umgehend reagieren. »Um den Schutz der Liegenschaften insbesondere im Bereich Berlin und Bonn zu erhöhen«, sollen seine Leute »kurzfristige Optionen« prüfen, um Drohnen zu erkennen und abzuschießen, heißt es in dem Vermerk aus seiner Dienststelle.

Aus: DER SPIEGEL 45/2022

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In den vergangenen Monaten hatte der Militärische Abschirmdienst (MAD) immer wie­der Drohnen über Stand­orten in Deutschland bemerkt, auf denen ukrainische Solda­ten an westlichen Waffensystemen ausgebildet werden. Mehrfach fielen dem MAD außerdem verdäch­tige Fahrzeuge auf, die offen­bar die Zufahrten von Kasernen ausspähten. Die deutschen Nachrichtendienste gehen derzeit von einer erhöhten Akti­vität Russlands in der Bundes­repu­blik aus.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es, auf der Bonner Hardthöhe sei der zweite Amtssitz des Verteidigungsministeriums. Tatsächlich ist es aber der erste. Wir haben die Stelle entsprechend korrigiert.

jdl/mgb
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