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31. Januar 2015, 11:26 Uhr

Pannenserie bei Airbus

Wasserschaden an Luftwaffen-Flieger A400M

Ein Airbus-Vorstand musste nach einem SPIEGEL-Bericht über Qualitätsmängel beim A400M zurücktreten. Jetzt wird die nächste Panne beim neuen Transportflugzeug der Luftwaffe bekannt.

Hamburg - Die Pannenserie beim neuen Transportflugzeug A400M reißt nicht ab. Jetzt stießen Mechaniker der Bundeswehr auf Wasser im Rumpf der einzigen bislang vom Hersteller Airbus an die Luftwaffe ausgelieferten Maschine, die im niedersächsischen Wunstorf steht. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Die Prüfer sind nach SPIEGEL-Informationen alarmiert über den Fund, weil weite Teile des Rumpfes aus Verbundwerkstoffen bestehen, die sich mit Wasser vollsaugen könnten. Das würde zu einer schwer kontrollierbaren Gewichtszunahme des Fliegers führen. Außerdem sind die Landescheinwerfer defekt. Ersatz ist aber noch nicht produziert worden, weshalb das Flugzeug derzeit nicht starten kann.

Airbus musste in der vergangenen Woche einräumen, die versprochenen fünf neuen Maschinen in diesem Jahr nicht ausliefern zu können. Nach einem SPIEGEL-Bericht über Qualitätsmängel an der deutschen A400M und Problemen im Endmontagewerk in Sevilla räumte Airbus-Chef Tom Enders diese Woche in London vor britischen Politikern ein, man habe "nicht die Leistung abgeliefert, die wir uns gewünscht haben". Am Donnerstag ist daraufhin ein Vorstand der Sparte Militärflugzeuge von seinem Posten zurückgetreten.

(Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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