Bundeswehr Zwei Flugzeuge und 50 Soldaten sollen am Horn von Afrika spähen

Spähen im Anti-Terror-Kampf: Die Bundeswehr soll im Rahmen von "Enduring Freedom" zwei Überwachungs-Flugzeuge und 50 Soldaten ans Horn von Afrika schicken. Die Maschinen hat man von den Niederländern gekauft und aufgerüstet.


Hamburg - Spätestens im August sollen zwei der modernisierten "Orion"-Fernaufklärer der Marine und etwa 50 Soldaten nach Dschibuti starten. Die Späh-Flugzeuge der Bundeswehr sollen am Horn von Afrika innerhalb der Anti-Terror-Operation "Enduring Freedom" eingesetzt werden. Derzeit ist dort eine Fregatte stationiert, mit gut 200 Mann Bord- und Hafenpersonal.

Die Marine hatte seit Mai 2006 von den niederländischen Streitkräften insgesamt acht gebrauchte "Orion" übernommen und aufgerüstet – als Ersatz für gut 40 Jahre alte Breguet-Atlantic-Aufklärer. Einen ersten Test haben die viermotorigen Propellermaschinen schon absolviert: Vom Stützpunkt Sigonella in Sizilien aus flogen zwei "Orion" in den vergangenen Wochen Einsätze für die Nato-Operation "Active Endeavour". Sie dient der Überwachung des Mittelmeers.

Unterdessen rückt ein Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afghanistan näher: Die Nato hat das Verteidigungsministerium Anfang der Woche um die Entsendung einer Schnellen Eingreiftruppe gebeten. Die Anfrage betrifft 250 Soldaten.

Alexander Szandar



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