Bundeswehr Soldat stirbt bei Übung für Afghanistan-Einsatz

Bei einem Training für einen Einsatz in Afghanistan ist ein Bundeswehrsoldat gestorben. Der Unfall ereignete sich auf einem Gefechtsübungsplatz in Sachsen-Anhalt. Laut Informationen von SPIEGEL ONLINE wurde der Oberfeldwebel von einem Schützenpanzer überrollt.

Gefechtsübungszentrum in der Letzlinger Heide bei Magdeburg: Training für Afghanistan
DPA

Gefechtsübungszentrum in der Letzlinger Heide bei Magdeburg: Training für Afghanistan


Letzlingen/Berlin - Ein Bundeswehrsoldat ist während einer Militärübung tödlich verunglückt. Der Unfall ereignete sich laut Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) am Samstag in einem Gefechtsübungszentrum in der Letzlinger Heide bei Magdeburg. Der Mann aus dem bayerischen Regen kam demnach bei einer Übung des Panzergrenadierbataillons 112 zur Vorbereitung auf einen Einsatz in Afghanistan ums Leben.

"Ich bedauere diesen plötzlichen und unerwarteten Verlust zutiefst. Meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen", sagte de Maizière.

Angaben zu näheren Umständen des Unfalls gab die Bundeswehr zunächst nicht. Diese würden noch von der zuständigen Staatsanwaltschaft Stendal und der Bundeswehr untersucht.

Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen aus Bundeswehr-Kreisen handelte es sich bei dem Soldaten um einen Oberfeldwebel. Gegen 12 Uhr am Samstag wurde er von einem "Marder"-Schützenpanzer überrollt und verstarb noch am Unfallort. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist bisher noch unklar.

Das Gefechtsübungszentrum in Letzlingen in der Nähe von Magdeburg ist eine zentrale Ausbildungseinrichtung des Heeres. Soldaten des betroffenen Bataillons sollen eine afghanische Brigade im Raum Kunduz beraten und unterstützen.

fdi/mgb/Reuters/dpa/AFP



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stereopath 26.05.2013
1.
Zitat von sysopDPABei einem Training für einen Einsatz in Afghanistan ist ein Bundeswehr-Soldat gestorben. Der Unfall ereignete sich auf einem Gefechtsübungsplatz in Sachsen-Anhalt. Verteidigungsminister de Maizière äußerte Betroffenheit über das Unglück. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundswehr-soldat-stirbt-durch-unfall-bei-militaer-uebung-bei-magdeburg-a-901936.html
Während meiner Zeit bei der Bundeswehr, sind fast jeden Monat Soldaten bei der Heimfahrt zum Wochenende aufgrund von Müdigkeit ums Leben gekommen. Schuld daran war ignorante Planung des Stabs. Da wurden junge Leute aus Berlin nach Bayern, und aus Bayern nach Berlin versetzt. Wollten diese tauschen, wurden sie schroff abgewiesen. So fahren jede Woche Soldaten völlig übermüdet nach Hause. Wollen wir jetzt über jeden toten Militärangehörigen berichten, oder ist es nur relevant, wenn der Tod im Zusammenhang mit einem Auslandseinsatz zu tun hat?
wolfsthaler 26.05.2013
2. Soldaten leben gefährlich
Es ist immer traurig, wenn jemand tödlich verunfallt. Aber für Soldaten gehört es einfach zum Geschäft. Zu meiner Wehrdienstzeit hatten wir bei 395000 Soldaten ca. 400 tödliche Dienstunfälle, ohne dass dies großartig an die Öffentlichkeit getragen wurde. Da ist heute der Dienst in Kundus sicherer als damals der Dienst in Friedenszeit mit den damals üblichen Anforderungen und Manövern. Aber heute sind es ja ausschliesslich Freiwillige, die Dienst tun. Vielleicht macht das den Unterschied in der Wahrnehmung zwischen gestern und heute.....
joG 26.05.2013
3. Beim Training für den Afghanistan Einsatz....
....zu sterben ist furchtbar. Aber es scheint aus dem Ausland, die Bemerkung muss gestattet sein, als wäre für deutsche Soldaten der Einsatz nicht gefährlicher als die Schulung davor. Deutschland ist peinlich. Aber nicht nur bezüglich Afghanistan. In einem Interview bedankte sich der Premier Japans für die enorme Hilfe mit 20.000 Mann, den die Amis nach Fukushima seinem Land gaben. Wie viele Helfer hat Deutschland geschickt?
Hans58 26.05.2013
4.
Zitat von wolfsthalerEs ist immer traurig, wenn jemand tödlich verunfallt. Aber für Soldaten gehört es einfach zum Geschäft. Zu meiner Wehrdienstzeit hatten wir bei 395000 Soldaten ca. 400 tödliche Dienstunfälle, ohne dass dies großartig an die Öffentlichkeit getragen wurde. Da ist heute der Dienst in Kundus sicherer als damals der Dienst in Friedenszeit mit den damals üblichen Anforderungen und Manövern. Aber heute sind es ja ausschliesslich Freiwillige, die Dienst tun. Vielleicht macht das den Unterschied in der Wahrnehmung zwischen gestern und heute.....
Ihr Beitrag geht völlig an der Sache vorbei. Es handelt sich hier um einen - salopp gesagt - "Betriebsunfall", bei dem bedauerlicherweise der Soldat ums Leben kam. Dienstunfälle wie dieser wurden immer der Öffentlichkeit bekannt. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und den Kameraden des Verbandes.
andréh. 26.05.2013
5.
Habe mich jetzt extra angemeldet weil ich mich darüber aufrege das so ein Depp behauptet das Wehrdienst vor mehr als zehn Jahren gefährlicher war als ein auslandseinsatz in kundus. Jeder der mal irgendwann Wehrdienst geleistet hat denkt wirklich das er bei solchen Themen mitreden kann. Die Klappe halten und nicht so einen endlosen Schwachsinn babbeln
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