Bush Die USA sind ein vertrauenswürdiger Freund


Washington/Frankfurt - Unmittelbar vor Beginn seiner Europa-Reise hat US-Präsident George W. Bush eine positive Einschätzung des transatlantischen Verhältnisses abgegeben. In einem Interview, das Bush der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und mehreren anderen europäischen Blättern in Washington gab, sagte der US-Präsident, die USA seien ein "loyaler und berechenbarer Freund" Europas.

"Ich glaube, dass die Europäer finden werden, dass sie in dieser Regierung einen vertrauenswürdigen Freund haben, der aufrichtig und beständig ist", meinte Bush. Bei allen politischen, militärischen und gesellschaftlichen Streitfragen mit den Europäern überwiege in den transatlantischen Beziehungen das Positive "bei weitem alles Negative".

In der Entwicklung des Verhältnisses zu Russland sieht Bush "wunderbare Möglichkeiten". Die Grundlage für ein fruchtbares Miteinander seien aber fundamentale Werte wie "freie Rede, freie Wahlen, freie Wirtschaft und eine freie Presse". Er werde seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin bei dem geplanten Treffen am Samstag in Ljubljana (Laibach) versichern, Russland sei "kein Feind der Vereinigten Staaten".

Zur umstrittenen Anwendung der Todesstrafe sagte der US-Präsident unmittelbar nach der Hinrichtung des Oklahoma-Attentäters Timothy McVeigh, das Thema setze auch in den USA viele Emotionen frei. Es gebe Gegner und Befürworter der Todesstrafe. "In einer Demokratie werden solche Themen debattiert, die Gesetze stehen im Buch, und die Regierung muss sich an sie halten." Das werde er als Präsident tun, bekräftigte Bush.



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