Ex-Kanzlerin Merkel lehnt Ehrenvorsitz der CDU ab

Es passt nicht mehr in die Zeit: So hat Kanzlerin Angela Merkel nach Angaben des scheidenden Parteichefs Armin Laschet begründet, warum sie keine Ehrenvorsitzende der CDU werden möchte.
Angela Merkel

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Foto: Omer Messinger / Getty Images

Die Entscheidung ist gefallen: Angela Merkel wird nicht Ehrenvorsitzende der CDU. Das berichtete der scheidende Parteichef Armin Laschet.

Die Grundfrage sei, ob das noch in die Zeit passe, sagte Laschet im RTL/ntv-»Frühstart«. »Angela Merkel ist da auch zu der Entscheidung gekommen: Es passt nicht mehr in die Zeit. Wir haben keinen Ehrenvorsitzenden – das ist eine Tradition von früher, die es jetzt auf der Bundesebene nicht gibt«, berichtete Laschet.

Die Frage des Ehrenvorsitzes habe man mit Hinblick auf einen alten Fall erörtert. »Der letzte Ehrenvorsitzende war Helmut Kohl, der dann vom Ehrenvorsitz zurückgetreten ist.« Der Altbundeskanzler hatte seinen Ehrenvorsitz im Jahr 2000 abgegeben, Grund dafür war die Spendenaffäre.

Zuletzt hatte sich Tilman Kuban, Chef der Jungen Union (JU), dafür ausgesprochen, Merkel zur Ehrenvorsitzenden zu ernennen. »Wer Deutschland 16 Jahre so erfolgreich geführt hat, hat das verdient«, sagte er im SPIEGEL-Spitzengespräch.

Vier Monate nach ihrem Desaster bei der Bundestagswahl stellt sich die CDU mit der Wahl einer weitgehend neuen Parteispitze für die Arbeit in der Opposition auf. Bei einem Onlineparteitag sollen die 1001 Delegierten an diesem Samstag Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz zum neuen Vorsitzenden wählen .

als/dpa