Bundesgeschäftsführer der CDU Klaus Schüler wechselt zu Chemiekonzern Lanxess

Die Entscheidung habe er "sehr ausführlich" mit Parteichefin Kramp-Karrenbauer besprochen: Der langjährige Bundesgeschäftsführer der CDU, Klaus Schüler, geht zum Chemiekonzern Lanxess.

Klaus Schüler, bisher Bundesgeschäftsführer der CDU, wechselt in die Wirtschaft
Michael Kappeler/ DPA

Klaus Schüler, bisher Bundesgeschäftsführer der CDU, wechselt in die Wirtschaft


Zwölf Jahre war er Bundesgeschäftsführer der CDU, nun wechselt Klaus Schüler von der Politik in die Wirtschaft. Ab dem 1. Juli wird er für den Chemiekonzern Lanxess Deutschland arbeiten. Der 62-Jährige war seit 2007 Bundesgeschäftsführer der Partei, er gilt als Vertrauter der früheren Parteivorsitzenden Angela Merkel.

Seinen Posten in der CDU-Zentrale werde er Ende Juni abgeben, sagte Schüler. Er habe sich bereits im Herbst vergangenen Jahres zu dem Schritt entschieden und "sehr ausführlich" mit der neuen Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer gesprochen, sagte Schüler.

Schüler soll sich noch um Europawahlkampf kümmern

Schüler verwies darauf, dass ihn eine "lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit" mit der früheren Parteichefin Angela Merkel verbunden habe. Mit Merkels Entscheidung zum Verzicht auf den Parteivorsitz "hat sich mir die Möglichkeit eröffnet, auch im fortgeschrittenen Alter beruflich noch mal etwas anderes zu machen".

Für den Chemiekonzern Lanxess werde er sich, wie er sagte, als Bevollmächtigter des Vorstands um nationale und internationale politische Beziehungen kümmern, kündigte Schüler an. Für den Konzern dürfte sich die Personalie lohnen. Schüler gilt durch seine Aufgaben als Bundesgeschäftsführer und andere Aufgaben in der CDU als bestens vernetzt.

Kramp-Karrenbauer sagte, die CDU sei ihrem bisherigen Geschäftsführer "zu großem Dank verpflichtet". Schüler habe der Partei durch seine "umsichtige Handlungsweise und Organisation" gedient. Sie habe Schüler gebeten, sich noch um die Organisation des Europawahlkampfs zu kümmern. Einen Nachfolger gebe es noch nicht.



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mst/dpa



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