Nach Notlandung CDU-Bundestagsabgeordnete Strenz stirbt auf Flug aus Kuba nach Deutschland

Auf der Rückreise aus Kuba verlor die CDU-Abgeordnete Karin Strenz offenbar das Bewusstsein. Eine Notlandung in Irland kam für die 53-Jährige zu spät. Dem Bundestag zufolge reiste sie nicht in ihrer Funktion als Politikerin.
Karin Strenz (Archivbild)

Karin Strenz (Archivbild)

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BildFunkMV / imago images

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz ist verstorben. Die 53-Jährige sei auf dem Rückflug von Varadero in Kuba nach Frankfurt kollabiert, erklärte der Sprecher der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern, Eckhardt Rehberg, der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte die »Bild«-Zeitung davon berichtet .

Der Pilot des Condor-Flugs DE-2199 soll sich, als klar wurde, dass es sich um einen medizinischen Notfall handelt, für eine außerplanmäßige Landung auf dem irischen Flughafen in Shannon entschieden haben. Laut dem irischen Nachrichtenportal »The Clare Herald « litt Strenz an einem akuten Herzproblem. Dem Bericht zufolge war die Boeing 767-300 um 7.36 Uhr gelandet, Strenz sei anschließend am Terminal von Sanitätern abgeholt worden. Von dort habe man sie in das circa 25 Kilometer entfernte Universitätsklinikum Limerick gebracht. Doch jede Hilfe für die Politikerin kam zu spät. Wie das irische Portal weiter berichtet, soll eine Obduktion folgen.

Zunächst war unklar, ob es sich bei dem Flug um eine Dienstreise handelte. Mittlerweile ist bekannt, dass Strenz offenbar privat unterwegs war. Es habe sich um keine Reise im Auftrag des Deutschen Bundestags gehandelt, sagte ein Parlamentssprecher am Montag. Wie immer beim Tod eines Mitglieds des Bundestags würden die Fahnen einen Tag lang auf Halbmast gesetzt. Die Abgeordnete befand sich auf dem Flug in Begleitung ihres Ehemanns.

Strenz stand zuletzt unter Korruptionsverdacht

Anfang 2020 gab es im Zusammenhang mit Geldflüssen aus dem autoritär regierten Aserbaidschan Durchsuchungen bei der CDU-Politikerin und einem früheren CSU-Parlamentarier Eduard Lintner. Damals sprach die Staatsanwaltschaft Frankfurt von rund vier Millionen Euro, die zwischen 2008 und 2016 über britische Briefkastenfirmen und baltische Konten geflossen seien. Ermittelt wurde wegen Mandatsträgerbestechung und Geldwäsche. Bei der Durchsuchung im Januar 2020 wurden 16 Wohnungen und Geschäftsräume in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Belgien inspiziert, darunter auch ein Abgeordnetenbüro des Bundestags.

Strenz war seit 2009 Mitglied des Bundestags. Bei den Wahlen 2009, 2013 und 2017 gewann sie jeweils eines der sechs Direktmandate in Mecklenburg-Vorpommern. Von 2002 bis 2006 sowie von 2007 bis 2009 war sie Landtagsabgeordnete im Nordosten. Im Bundestag saß sie zuletzt unter anderem im Verteidigungsausschuss. Neben ihrem Mandat arbeitete sie weiter als Beraterin.

Strenz blieb trotz der Korruptionsvorwürfe Mitglied des Bundestags, bei der anstehenden Wahl im September wollte sie aber nicht mehr kandidieren.

mjm/dpa
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