Unionsfraktion Brinkhaus bestätigt Interesse an Kandidatur

Ralph Brinkhaus hat sein Interesse am Fraktionsvorsitz der Union nun öffentlich bekundet. Wie viele Unterstützer der CDU-Politiker hat, ist unklar. Kanzlerin Merkel und CSU-Chef Seehofer stützen den jetzigen Fraktionschef Kauder.
Ralph Brinkhaus (Archivfoto)

Ralph Brinkhaus (Archivfoto)

Foto: Wolfgang Kumm/ dpa

Ralph Brinkhaus (CDU) hat seine Interesse an einer Kandidatur für den Fraktionsvorsitz der CDU/CSU im Bundestag bestätigt. Er habe für die Nachfolge von Fraktionschef Volker Kauder (CDU) sein Interesse angemeldet, sagte Brinkhaus den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das sollte in einer Demokratie kein ungewöhnlicher Vorgang sein."

Der SPIEGEL hatte in den vergangenen Tagen darüber berichtet, dass Brinkhaus eine Bewerbung für den Posten erwäge. Brinkhaus selbst hatte sich aber noch nicht dazu geäußert. Er führe zur Zeit "intensive Gespräche" und halte es für richtig, "in einem ersten Schritt intern miteinander zu sprechen".

Zu den Gründen der Kandidatur äußerte sich Brinkhaus zunächst nicht. Unklar ist auch, wie viele Unterstützer der Unionsfraktionsvize in der eigenen Fraktion hat. Er habe "viele positive Rückmeldungen" bekommen, sagte er.

Zuvor hatte der SPIEGEL berichtet, Bundeskanzlerin Angela Merkel wolle Kauder zur Wiederwahl im Amt vorschlagen. Das habe die Kanzlerin und CDU-Chefin dem Fraktionsvorsitzenden zugesichert. Auch CSU-Chef Horst Seehofer sagte Kauder demnach in einem Gespräch seine Unterstützung zu. Die Wahl findet am 25. September statt.

Wer steckt hinter Civey?

An dieser Stelle haben Leser in der App und auf der mobilen/stationären Website die Möglichkeit, an einer repräsentativen Civey-Umfrage teilzunehmen. Civey ist ein Online-Meinungsforschungsinstitut mit Sitz in Berlin. Das Start-up arbeitet mit unterschiedlichen Partnern zusammen, darunter sind neben SPIEGEL ONLINE auch der "Tagesspiegel", "Cicero", der "Freitag" und Change.org. Civey wird durch das Förderprogramm ProFit der Investitionsbank Berlin und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

asa/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.