CDU-Einheitsfeier Ja zu Kohls Auftritt

Die CDU-Spitze unterstützt Angela Merkel: Sie begrüßt den Vorschlag der Parteichefin, zum Jahrestag der deutschen Einheit eine eigene Feier zu veranstalten und dort Helmut Kohl reden zu lassen.


Helmut Kohl
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Berlin - "Die Veranstaltung soll sich vernünftig in die Feierlichkeiten einfügen und keinen aufgesetzten oder künstlichen Charakter tragen", sagte Merkel nach einer Sitzung des Führungsgremiums. Die Christdemokraten wollen am 1. Oktober an die Vereinigung von Ost- und West-CDU vor zehn Jahren erinnern. Dabei soll auch der damalige Parteivorsitzende und Bundeskanzler Helmut Kohl sprechen.

Die CDU-Chefin warf der rot-grünen Bundesregierung vor, die Erfolge der CDU bei der deutschen Einheit klein zu reden. "Das lassen wir nicht zu", sagte sie. Bundeskanzler Gerhard Schröder und der frühere SPD-Vorsitzende Oskar Lafontaine hätten damals nicht einmal dem Vertrag über die Wirtschafts- und Währungsunion zugestimmt. "Der Aufbau Ost ist für Schröder keine Herzenssache", sagte Merkel. Das sei auch mit einer 14-tägigen Reise durch die neuen Bundesländer nicht wettzumachen.



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