Vorläufiges Ergebnis der NRW-Kommunalwahlen CDU gewinnt mit 34,3 Prozent

Die CDU gewinnt die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen, wenn auch mit leichten Verlusten. Zweiter Gewinner sind mit 20 Prozent die Grünen. Die SPD dagegen stürzt ab.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU)

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU)

Foto: POOL/ REUTERS

Die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen hat die CDU von Ministerpräsident Armin Laschet laut vorläufigem amtlichen Ergebnis trotz Stimmverlusten klar gewonnen. Nach den am frühen Montagmorgen vom Innenministerium in Düsseldorf veröffentlichen Resultaten kam die CDU landesweit auf 34,3 Prozent der Stimmen. Dies sind 3,2 Punkte weniger als bei den Kommunalwahlen 2014 und das schlechteste Ergebnis der Partei bei NRW-Kommunalwahlen überhaupt.

Der Wahlerfolg seiner Partei sei Anerkennung für den "Weg von Maß und Mitte in der Pandemie", sagte Laschet. Einen Sieg der CDU "in dieser Größenordnung" hätten viele nicht erwartet in einem Land, das 50 Jahre von der SPD regiert worden sei. Der NRW-Ministerpräsident hatte für seinen Kurs in der Coronakrise viel Kritik einstecken müssen.

Grüne verbessern sich um 8,3 Prozentpunkte

Zweiter Gewinner der Wahlen sind die Grünen. Sie holten dem vorläufigen Ergebnis zufolge landesweit 20,0 Prozent und verbesserten sich damit im Vergleich zu den Kommunalwahlen vor sechs Jahren deutlich um 8,3 Punkte. Einen Rückschlag erlitt erneut die SPD. Sie landete bei nur 24,3 Prozent - ein Minus von 7,1 Punkten. Die FDP kam auf 5,6 Prozent (plus 0,8), die Linkspartei auf 3,8 Prozent (minus 0,8). Die AfD holte 5,0 Prozent (plus 2,5).

AfD landet bei 5,0 Prozent

Bei der Kommunalwahl an Rhein und Ruhr waren rund 14 Millionen Bürger aufgerufen gewesen, die Stadträte und Kreistage sowie Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte neu zu wählen. Der Urnengang wurde auch als Stimmungstest für CDU-Landeschef Laschet gewertet. Der Aachener will im Dezember CDU-Bundesvorsitzender werden und gilt als möglicher Kanzlerkandidat der Union bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr.

caw/AFP/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.