Greenpeace-Aktion beendet Das "C" kehrt zum "DU" zurück

Knapp zwei Wochen musste die CDU ohne den ersten Original-Buchstaben ihres Schriftzugs auskommen. Doch die Partei ließ sich von den Greenpeace-Aktivisten nicht beeindrucken - und durchkreuzte ihre Schlussveranstaltung.

Rückgabe durch Greenpeace: Jetzt hat die CDU das "C" doppelt
HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX

Rückgabe durch Greenpeace: Jetzt hat die CDU das "C" doppelt


Das "C" ist wieder da: Greenpeace hat den vor eineinhalb Wochen aus der Parteizentrale entwendeten Originalbuchstaben des CDU-Schriftzugs zurückgebracht. Aktivisten der Umweltorganisation transportierten das große rote "C" am Dienstagvormittag zurück zum Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Diesmal wurde allerdings Greenpeace von der CDU überrumpelt.

Deren Bundesgeschäftsführer Stefan Hennewig und mehrere Mitarbeiter der Parteizentrale holten den Buchstaben von einem Podium, auf dem eigentlich auf Bitte von Greenpeace ein evangelischer Pfarrer eine Andacht halten sollte. Das tat er schließlich ohne das "C".

Auf das Angebot, eine gemeinsame Andacht im Adenauerhaus zu feiern, wollten die Aktivisten nur eingehen, wenn auch Fotografen hätten teilnehmen können - und man sich vor dem "C" versammelt hätte. Darauf ließ sich Hennewig aber nicht ein: "PR und Klamauk statt christliches Menschenbild - das hat nichts mit dem C zu tun", twitterte er. Tatsächlich war es der CDU gelungen, die Greenpeace-Aktion durch eine unerwartete Gegenkampagne aufzufangen.

Greenpeace teilte hingegen mit, der Buchstabe solle die Partei künftig "daran erinnern, die notwendigen Maßnahmen im Klimaschutz umzusetzen".

Aktivisten der Organisation hatten den Buchstaben "C" am 21. November aus der Parteizentrale mitgenommen. Damals hatte sich die CDU-Spitze in Leipzig versammelt, um den Bundesparteitag am 22. und 23. November vorzubereiten. Die Aktivisten in Messebaukleidung hatten Mitarbeitern des Adenauerhauses vorgetäuscht, sie gehörten zu einer Firma, die mit der Überarbeitung des Schriftzugs beauftragt sei. Das verbleibende "DU" hatten sie mit einem Banner ergänzt, sodass an der Glasfassade zu lesen war: "DU sollst das Klima schützen."

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte zunächst humorvoll reagiert. "So ein C für Christlichkeit und Nachhaltigkeit kann auch Greenpeace nix schaden, leihen wir also gern für kurze Zeit einmal aus." Auf dem Parteitag sagte sie dann, die CDU habe eine Verantwortung für die Schöpfung. Dies sei keine Greenpeace-Erfindung.

Eine Kampagne der Organisation mit Kunststoff-Nachbildungen des Buchstabens hatte anschließend für Aufregung gesorgt, zuletzt in Erkelenz im rheinischen Braunkohlerevier. Nachdem dort ein Foto einer Replik des "C" in einer Kirche bekannt wurde, musste die Küsterin ihre Schlüssel abgeben. Sie hatte die Aktivisten in die Kirche gelassen.



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mes/dpa

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insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
ksail 03.12.2019
1. Greenpeace und das C
Es ist immer wieder etwas durchsichtig, wenn Menschen, die mit der Kirche ansonsten gar nichts zu tun haben, andere auf christliches Verhalten disziplinieren wollen. Christentum ist mehr als nur Verantwortung für die Schöpfung.
JackGerald 03.12.2019
2. Da kann die CDU aber froh sein,
dass das C zurückkehrt, und nicht womöglich ein M oder ein I ...
computerbauboehm 03.12.2019
3. Lügen
Hatten nicht gleich mehrere in der CDU gesagt, dass das C auf dem Parteitag sei? Heißt wohl, dass gleich mehrere CDUler ganz dreist in die kamera gelogen haben. Wer wegen solch kleiner Dinge schon lügt, nur um die Aktion von Greenpeace klein zu machen, den verdächtige ich der Dauerlüge!
Neandiausdemtal 03.12.2019
4. Soviel C 's gibt es gar nicht......
Da kann sich die Union soviel Cs an die Wand nageln, wie sie will. Mit christlichen Werten im Sinne der Bergpredigt hat dieser seltsame Verein rein gar nichts zu tun.
vertiga 03.12.2019
5.
Berufen sich die vermeintlichen Klimaretter nicht immer auf die Wissenschaft und ihre deren Computermodelle? Wie passt da die Forderung nach religiösem Verhalten dazu?
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