CDU-Parteispende Böhrs Eigentor

Der Landesvorsitzende der rheinland-pfälzischen CDU, Christoph Böhr, gerät wegen einer Parteispende unter Druck. Noch diesen Monat entscheidet das Berliner Verwaltungsgericht, ob Böhrs CDU 100.000 Euro Strafe an die Kasse von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse zahlen muss.


Berlin - Der Grund für die mögliche Strafe: Für eine gut 66.000 Euro teure Hochglanzbroschüre zur Fußball-Weltmeisterschaft 1998, die den Landesvorsitzenden Christoph Böhr als sympathischen Fußballfan darstellen sollte, hatte die rheinland-pfälzische CDU-Fraktion ihrer Partei 33.000 Euro beigesteuert.

Die Bundestagsverwaltung sieht diese Summe als "unzulässige" Spende an die CDU, die in dreifacher Höhe sanktioniert wird. Die CDU klagt dagegen vor dem Berliner Verwaltungsgericht. Für Böhr kommt der Termin ungelegen - am kommenden Freitag muss er sich auf dem Landesparteitag gegen seinen Herausforderer Peter Rauen als Spitzenkandidat behaupten.



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