Führungsgremium Spahn mit 60 Prozent ins CDU-Präsidium gewählt – Widmann-Mauz scheitert

Das neue CDU-Präsidium steht: Jens Spahn schaffte es mit dem zweitschwächsten Ergebnis aller Bewerber in das Gremium. Annette Widmann-Mauz, Chefin der Frauen Union, ging leer aus.
Jens Spahn wäre bei der Wahl ins CDU-Präsidium fast gescheitert

Jens Spahn wäre bei der Wahl ins CDU-Präsidium fast gescheitert

Foto: Michael Kappeler / dpa

Die CDU hat auf ihrem digitalen Parteitag ein neues Präsidium gewählt. Für die sieben zu vergebenden Posten gab es acht Bewerbungen – die Chefin der Frauen Union, Annette Widmann-Mauz, scheiterte mit ihrer Bewerbung. Sie bekam mit 434 (45,45 Prozent) die wenigsten Stimmen. Die größte Zustimmung erhielt Karl-Josef Laumann mit knapp 84 Prozent (799 Stimmen). Auf Platz sieben – und damit gerade noch im Präsidium – landete Jens Spahn. Für ihn stimmten 575 der Delegierten; dies entspricht einer Zustimmung von 60,21 Prozent.

Der neue Parteichef Merz hatte sich zuvor ausdrücklich eine Kandidatur vom Parteinachwuchs der Jungen Union gewünscht. Für diese zog Ronja Kemmer in das Gremium ein. Ebenfalls gewählt wurden außerdem Bernd Althusmann, Ines Claus, Reiner Haseloff und Ina Scharrenbach.

Klöckner neue Bundesschatzmeisterin

Julia Klöckner wurde zuvor als einzige Kandidatin für den Posten der Bundesschatzmeisterin mit einer Zustimmung von knapp 72 Prozent gewählt. Klöckner gehört damit ebenfalls dem Bundesvorstand an.

Größer war der Wettbewerb um die 26 Plätze im restlichen Bundesvorstand: Hier gibt es mehr als 40 Bewerbungen. Gewählt wurden Joe Chialo, Otto Wulf, Thomas Kufen, Jessica Heller, Laura Hopmann, Mechthild Heil, Wiebke Winter, Birte Glißmann, Stefan Heck, Elke Hannack, Marc Speicher, Steffen Bilger, Hermann Gröhe, Peter Beuth, Serap Güler, Lucia Puttrich, Thomas Jarzombek, Johannes Steiniger, Jan Redmann, Sven Schulze, Bastian Schneider, Mike Mohring, Ruth Baumann, Franziska Hoppermann, Barbara Havliza und Thomas Bareiß.

Am Mittag waren bereits Friedrich Merz zum neuen Parteichef und Mario Czaja zum Generalsekretär gewählt worden. Carsten Linnemann, Andreas Jung, Michael Kretschmer, Karin Prien und Silvia Breher sind die stellvertretenden Parteivorsitzenden.

Merz erhielt eine Zustimmung von 94,62 Prozent. Formal allerdings ist er noch nicht im Amt: Die digitale Wahl der Delegierten muss schriftlich bestätigt werden, die Auszählung der Stimmen soll am 31. Januar erfolgen. Wie schon im vergangenen Jahr fand die Veranstaltung aufgrund der Pandemie digital statt.

svs