CDU-Parteitag Merkel wiedergewählt - Koch holt bestes Stellvertreter-Ergebnis

Mit dem besten Ergebnis seit ihrem Antritt als CDU-Chefin hat der Parteitag in Stuttgart Angela Merkel erneut ins Amt der Vorsitzenden gewählt. Von den vier Stellvertretern schnitt Hessens Ministerpräsident Roland Koch am besten ab.


Stuttgart - Angela Merkel erhielt 94,83 Prozent der Stimmen. Nur bei ihrer ersten Wahl im April 2000 hatte Merkel mit 95,94 Prozent noch besser abgeschnitten. Von den vier Stellvertretern Merkels schnitt in Stuttgart Hessens Ministerpräsident Roland Koch am besten ab. Er kam auf 88,7 Prozent. Vor zwei Jahren hatte er lediglich 68,2 Prozent erhalten.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, der 2006 nur 57,7 Prozent erreicht hatte, kam diesmal auf 77,5 Prozent. Der Regierungschef von Niedersachsen, Christian Wulff, konnte sich ebenfalls verbessern. Ihn wählten diesmal 78,9 Prozent nach 66,7 Prozent vor zwei Jahren. Dagegen musste Bundesbildungsministerin Annette Schavan eine Schlappe mit 73,95 Prozent hinnehmen. 2006 hatte sie mit 78,5 Prozent noch das beste Resultat der vier Stellvertreter eingefahren.

Neu ins CDU-Präsidium gewählt wurden der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Philipp Mißfelder, und Saarlands Ministerpräsident Peter Müller. Sie lösten die in die Wirtschaft gewechselte ehemalige Staatsministerin im Kanzleramt, Hildegard Müller, und Berlins früheren CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger in der engeren Parteispitze ab. Der 29-jährige Mißfelder erhielt 66,49 Prozent der Stimmen, auf Peter Müller entfielen 83,24 Prozent der Stimmen.

Als Mitglieder bestätigt wurden: Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (85,37 Prozent), Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (85,37 Prozent), Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (82,5 Prozent), der nordrhein-westfälische Sozialminister Karl-Josef Laumann (77,73 Prozent) und die Staatsministerin und Integrationsbeauftragte Maria Böhmer (65,75 Prozent).

asc/dpa/ddp



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