CDU-Reaktionen Kohl kann schreiben, was er will


Stuttgart - Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat gelassen auf die Vorwürfe von Helmut Kohl reagiert. "Es ist Helmut Kohls gutes Recht, seine Sicht der Dinge darzustellen", sagte Merkel vor einer Präsidiumssitzung ihrer Partei. Sie widersprach aber Kohls Aussage, dass er am meisten unter der Affäre gelitten habe. "Wir alle in der Partei haben unendlich gelitten."

CDU-Vize Christian Wulff meinte, Kohls Tagebuch werde zur Versachlichung der Debatte beitragen. Das CDU-Präsidiumsmitglied und Vorsitzende der Jungen Union, Hildegard Müller, sagte, jeder habe das Recht, seine Meinung zu äußern, aber nicht jeder müsse sie teilen.

CSU-Generalsekretär Thomas Goppel sagte der "Welt", in Kohls Tagebuch komme "eine tief verletzte Seele zum Ausdruck". Gleichzeitig bedauerte er, dass der Ex-Kanzler bei seinem Nein zur zusätzlichen Aufklärung der Affäre bleibe.



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