CDU-Wahlanalyse Wulff verlangt offene Diskussion

Kommende Woche wird sich der CDU-Bundesvorstand mit dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl befassen. Niedersachsens Ministerpräsident Wulff hat eine offene Diskussion eingefordert, warnte jedoch vor einem Scherbengericht.


Hamburg - "Ich bin für kluge Schlussfolgerungen nach vorn, damit wir es in der Zukunft besser machen", sagte Christian Wulff dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vor der Sitzung des Bundesvorstands am Montag, auf der die Bundestagswahl vom September analysiert werden soll. Er warnte vor einem "Scherbengericht".

Eine Partei mit einem anspruchsvollen Programm müsse geschlossen agieren, forderte er mit Blick auf den Wahlkampf. Zudem sei es nicht gut, wenn zwei oder drei Wochen vor der Wahl der Eindruck entstehe, es stünden zwei Steuerkonzepte zur Wahl. Hier sei die Union "suboptimal" gewesen.

"Wir müssen zudem genau analysieren, warum es 1998, 2002 und 2005 nicht für eine bürgerliche Mehrheit gereicht hat", sagte Wulff. "Wir müssen noch argumentationsstärker und kämpferischer für unsere Positionen werben und als Partei noch schlagkräftiger werden." Vielleicht sei man sich aufgrund der guten Umfragen zu sicher gewesen. Inhaltlich hätten CDU und CSU aber nichts falsch gemacht. "Damit wir es 2009 richtig machen, muss im Bundesvorstand offen diskutiert werden", verlangte der Ministerpräsident.



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