Zur Ausgabe
Artikel 13 / 62
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Stefan Kuzmany

So gesehen Berliner Wahl-Party

Stefan Kuzmany
Eine Kolumne von Stefan Kuzmany
Bei kommenden Wahlen soll in der Hauptstadt vieles besser klappen.
aus DER SPIEGEL 40/2021
Neuauszählung der Stimmzettel im Rathaus Pankow

Neuauszählung der Stimmzettel im Rathaus Pankow

Foto: Christophe Gateau / dpa

Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.

Vier Abstimmungen gleichzeitig, vertauschte und fehlende Stimmzettel, frustrierte Wählerinnen und Wähler in langen Schlangen vor den Wahllokalen, dazu gesperrte Straßen wegen des Berlin-Marathons: Die Hauptstadt hat einen chaotischen Wahlsonntag hinter sich. Jetzt wird analysiert, woran es gelegen haben könnte. Fest steht bereits: Es sollen Konsequenzen gezogen werden.

Einig ist man sich in der Berliner Verwaltung, dass man eigentlich alles richtig gemacht habe. Keine Fehler, sondern die allgemeinen Umstände seien ursächlich für den suboptimalen Verlauf, weshalb auch niemand persönlich verantwortlich zu machen sei. Dennoch möchte man bei kommenden Wahlen vieles besser machen. Dafür soll auf die speziellen Kompetenzen der Hauptstadt zurückgegriffen werden.

Aus: DER SPIEGEL 40/2021

Der Ampelmann

Olaf Scholz hat gewonnen, aber die ersten Sondierungsgespräche werden ohne ihn geführt: Grüne und FDP führen sich auf, als wollten sie eine Koalition in der Koalition bilden und einen Kanzler von ihren Gnaden küren. Wie kann das erste Ampelbündnis auf Bundesebene funktionieren?

Lesen Sie unsere Titelgeschichte, weitere Hintergründe und Analysen im digitalen SPIEGEL.

Zur Ausgabe

Die gleichzeitige Veranstaltung von Wahlen und Marathon etwa sei »im Prinzip in Ordnung«, allerdings werde man die beiden Ereignisse »besser verschränken«: Marathonteilnehmer könnten falsch ausgelieferte Stimmzettel schnell in andere Bezirke transportieren. Zusätzlich soll künftig auch noch eine dezentrale Wiederauflage der Love Parade am Wahlsonntag stattfinden. Die angereisten Raver könnten in den Warteschlangen vor den Wahllokalen für Stimmung sorgen und so tanzend der Demokratie einen Dienst erweisen.

Eingebunden wird auch die bereits vorhandene Infrastruktur des städtischen Drogenhandels: Die für ihre Zuverlässigkeit bekannten Koks-Taxis sollen fehlende Stimmzettel diskret anliefern. Dem Risiko, dass es dann wider Erwarten immer noch zu Stimmzettelengpässen kommen könnte, sollen die Wählerinnen und Wähler schließlich nach dem Prinzip der Selbsthilfe vorbeugen. Sie müssen dafür nur ihre Kinder fragen, denn viele Berliner Schülerinnen und Schüler kennen es vom Besuch der Schultoilette: Jeder und jede bringt das wichtige Papier selbst mit.

Zur Ausgabe
Artikel 13 / 62
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.