Gauck zu "Charlie Hebdo" "Wir sind weder ohnmächtig noch hilflos"

Als "Angriff auf die Freiheit" hat Bundespräsident Joachim Gauck den Terroranschlag von Paris verurteilt. Das Staatsoberhaupt schloss sich den Trauernden an und sagte: "Wir sind Charlie!"
Gauck zu "Charlie Hebdo": "Wir sind weder ohnmächtig noch hilflos"

Gauck zu "Charlie Hebdo": "Wir sind weder ohnmächtig noch hilflos"

Foto: HANNIBAL HANSCHKE/ REUTERS

Berlin - "Wir lassen uns durch Hass nicht spalten": Joachim Gauck hat nach dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" an den Zusammenhalt in der deutschen Gesellschaft appelliert. "Für uns ist nicht entscheidend, wie jemand heißt und wer seine Mutter ist, an welchen Gott er glaubt oder welche Feste er feiert", betonte das Staatsoberhaupt vor seinem traditionellen Neujahrsempfang: "Ich schließe mich den Millionen Menschen an, die auf der ganzen Welt bekennen: 'Wir sind Charlie'!"

Die Demokratie werde stärker als der Terror sein, sagte Gauck. Das abscheuliche Verbrechen in Paris sei ein "Angriff auf die Freiheit" gewesen: "Wir sind erschüttert und fassungslos." Gerade jetzt gelte es, das freie Wort zu verteidigen. Dafür setzten sich dieser Tage Hunderttausende ein, Anhänger der verschiedensten politischen Lager und Religionen. "Wir sind weder ohnmächtig noch hilflos: Wir haben entschlossene Bürger, und wir haben Gesetze und Institutionen, um Fanatismus und Gewalt zu begegnen", unterstrich er

Zwei Männer hatten am Mittwoch in Paris die Büros von "Charlie Hebdo" gestürmt und zwölf Journalisten und Polizisten erschossen. In einer Videoaufnahme sind die Attentäter auf Französisch mit den Worten zu hören: "Wir haben den Propheten Mohammed gerächt."

als/dpa/Reuters