Chemikalienfund am Niederrhein Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglichen Anschlags

Bei der Suche nach Diebesgut in Nordrhein-Westfalen stieß die Polizei in einer Garage auf diverse Chemikalien. Inzwischen erhärtet sich der Verdacht, dass eine schwere Gewalttat geplant war.

Ein Polizist der Spurensicherung in Neukirchen-Vluyn
DPA

Ein Polizist der Spurensicherung in Neukirchen-Vluyn


Knapp zwei Wochen nach dem Fund von Sprengstoff-Grundstoffen am Niederrhein gibt es offenbar Hinweise auf einen geplanten Anschlag. Das Verfahren sei an die politische Abteilung der Staatsanwaltschaft in Düsseldorf abgetreten worden, teilten die Staatsanwaltschaften in Kleve und Düsseldorf mit. Es gebe den Verdacht, dass ein Anschlag auf Personen verübt werden sollte, berichtet der WDR unter Berufung auf den Staatsanwalt.

Sicher ist: Ermittelt wird jetzt wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.

Auf der Suche nach Diebesgut aus Einbrüchen hatte die Polizei in einer Garage in Neukirchen-Vluyn eine erhebliche Menge von Chemikalien gefunden, die zum Bau von Bomben genutzt werden können. Danach waren auch Räume im benachbarten Kamp-Lintfort durchsucht worden.

Nach dem Fund der Chemikalien waren Sprengstoffexperten und die Feuerwehr im Einsatz. Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben und sich von den Fenstern fernzuhalten. Bei dem Fundort handelt es sich um ein Haus in einer alten Zechensiedlung, das stillgelegte Bergwerksgelände liegt nur zwei Straßen entfernt.

Drei von vier Beschuldigten sitzen weiterhin in Untersuchungshaft. Sie waren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verhaftet worden. Zu den politischen Hintergründen gaben die Ermittler keine Auskunft.

mho/dpa

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