Christian Lindner im Jahr 1997 "Probleme sind nur dornige Chancen"

Ein TV-Sender hat ein altes Video mit Christian Lindner rausgekramt: Der 18-jährige Schüler spricht darin unter anderem über die Maxime seiner PR-Firma - stilecht mit Krawatte und Aktenkoffer.
Christian Lindner (Archivbild 2000)

Christian Lindner (Archivbild 2000)

Foto: Ferdinand Ostrop/ picture alliance / dpa

Christian Lindner ist 38 Jahre alt, verheiratet, seit Ende 2013 Chef der FDP. Er war Mitglied des Bundestags, seit Monaten kämpft er als Spitzenkandidat darum, seine Partei dorthin zurückzubringen. Das ist der Christian Lindner, den man kennt.

Die Sendung "Stern TV" hat nun ein Video aus den Archiven geholt, das Lindner als Schüler der 13. Klasse zeigt. "Unser Fundstück der Woche", heißt es dazu auf dem Facebook-Account. Ursprünglich war der Beitrag 1997 im Jugendmagazin "100 Grad" bei Deutsche Welle TV zu sehen. Der Moderator der Sendung kündigte den Clip mit den Worten an, dass nun zwei Jungs zu sehen sein werden, die zwar noch zur Schule gehen, aber schon so aussehen würden wie die "Titelblattmodels" vom manager magazin - "und ich glaube, sie finden das auch richtig und gut so".

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Facebook, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

In den folgenden drei Minuten reden Lindner und sein ebenfalls junger Geschäftspartner Christopher über ihr Unternehmen, sie verkauften dem Beitrag zufolge PR-Konzepte "an Kunden, die ihre Väter sein könnten". Dazu sagt der 18 Jahre alte Lindner: "Wenn man im Gespräch überzeugt durch Leistung, gerade auch durch Kompetenz, die nicht akademisch domestiziert ist, dann sagt der Kunde: Wir haben den richtigen Fang gemacht."

Lindner hat sein Abitur 1998 am Städtischen Gymnasium in Wermelskirchen gemacht. In dem Videoclip sagt er, dass er dort aber eigentlich nur Zeit abgesessen habe. "Wenn man in der Schule sitzt, und man sitzt seine Zeit ab, weiß, dass man telefonieren, den Kunden besuchen oder Arbeit erledigen müsste, dann kommt man sich so vor, als sei die Zeit durch den Schredder gelaufen."

Seit er 14 Jahre alt sei, sei die FDP seine politische Heimat, sagt Lindner in dem Beitrag, dabei trägt er Krawatte und Aktenkoffer. Über seine Firma sagt er: "Unsere Maxime: Ran an die Arbeit, Arbeit bewältigen, Probleme sind nur dornige Chancen."

"Danke, Stern TV"

Das Video wird derzeit in sozialen Medien viel geteilt - und kommentiert. Lindner habe sich "1997 während der Gründerkultur 1.0 als Unternehmer schon für vieles eingesetzt, wofür Start-ups noch heute stehen", twitterte  beispielsweise Alexander Hahn, Beisitzer im FDP-Bundesvorstand. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner kommentierte  den Clip mit den Worten: "Ein Handelsvertreter... Christian Lindner 1997". Moderator Jan Böhmermann fragte : "Hat jemand eine dornige Chance mit diesem Video?"

Und Lindner selbst? "Danke, Stern TV", schrieb er bei Twitter. "Das war 1997 Gründerkultur 1.0." Dazu postete er noch ein lachendes Smiley.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Linder war 21 Jahre alt, als er für die FDP in den Landtag von Nordrhein-Westfalen zog, mit 34 wurde er FDP-Chef. Heute kämpft er darum, mit seiner Partei bei der Bundestagswahl in knapp zwei Wochen auf Platz drei zu kommen. Hier lesen Sie mehr darüber, warum der Kampf um Platz drei so aufgeladen ist. Und mehr Hintergründe zur jüngsten Kritik an Lindners Konzept zur Asyl- und Einwanderungspolitik finden Sie hier.

aar
Mehr lesen über Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.