Ex-Bundespräsident Wulff wird Spargelbotschafter

Ex-Bundespräsident Christian Wulff hat eine neue, repräsentative Aufgabe: Er wirbt als Spargelbotschafter eines niedersächsischen Vereins für das beliebte saisonale Gemüse.

Landwirt Jörg Heuer und Spargelbotschafter Christian Wulff (r.)
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Landwirt Jörg Heuer und Spargelbotschafter Christian Wulff (r.)


Es war zuletzt eher ruhig um den Ex-Bundespräsidenten und früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff, 56. Doch nun hat der Ex-Politiker eine neue, repräsentative Aufgabe für eine Lobbygruppe in seiner niedersächsischen Heimat übernommen: Wulff ist "Spargelbotschafter".

Das ehemalige Staatsoberhaupt übernimmt den Posten für ein Jahr - ähnlich wie eine Spargelkönigin soll er in der Zeit als Repräsentant auf die Vorzüge des Gemüses aufmerksam machen.

Der Vorsitzende des Vereins Niedersächsische Spargelstraße, Dagobert Strecker, betraute den ehemaligen Ministerpräsidenten in Burgwedel-Fuhrberg bei Hannover mit dem Ehrenamt. Spargel sei so gesund, dass er eigentlich vom Arzt verordnet werden müsse, sagte Wulff in einem Grußwort.

Die Niedersächsische Spargelstraße vereint auf einer rund 750 Kilometer langen Strecke die touristischen Regionen Lüneburger Heide, den Großraum Hannover, das Braunschweiger Land, Mittelweser sowie das Oldenburger Münsterland. Es erstreckt sich über die wichtigsten Spargelanbaugebiete des Landes.

Wulff war im Februar 2012 vom Amt des Bundespräsidenten wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetreten, die in seine Zeit als Ministerpräsident von Niedersachsen zurückreichten. Wulff war beschuldigt worden, sich für Projekte eines befreundeten Filmproduzenten eingesetzt und dafür Gefälligkeiten angenommen zu haben. Zwei Jahre später wurde Wulff vom Landgericht Hannover freigesprochen.

cht/dpa



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