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Feldjäger als Begleitung Corona-General Breuer erhält Personenschutz

Immer wieder bedrohen radikale Gegner der Coronamaßnahmen Politikerinnen und Politiker. Nach SPIEGEL-Informationen wird auch der Leiter des Krisenstabes, General Breuer, bei Auftritten bewacht.
aus DER SPIEGEL 2/2022
Generalmajor Carsten Breuer: Nie mit einer derartigen Bewachung und Bedrohung gerechnet

Generalmajor Carsten Breuer: Nie mit einer derartigen Bewachung und Bedrohung gerechnet

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Martin Schutt / dpa

Der Chef des Corona-Krisenstabes im Kanzleramt, Generalmajor Carsten Breuer, steht seit Amtsantritt unter Personenschutz.

Der Soldat, der für Kanzler Olaf Scholz (SPD) neue Strategien im Kampf gegen das Virus entwickeln und koordinieren soll, gilt offenbar als besonders gefährdet für Übergriffe durch Coronaleugner. Wie sein Sprecher dem SPIEGEL bestätigte, wird der General bei seinen öffentlichen Auftritten von Feldjägern der Bundeswehr begleitet.

Aus: DER SPIEGEL 2/2022

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Zur konkreten Gefährdungslage wurden keine Angaben gemacht. Breuer selbst sagte zu Gesprächspartnern, er habe nie mit einer derartigen Bewachung und Bedrohung gerechnet.

Zuletzt hatte es wiederholt Drohungen gegen Politiker wegen der Coronamaßnahmen gegeben. So gab es Mordaufrufe gegen die Regierungschefs von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, Michael Kretschmer (CDU) und Manuela Schwesig (SPD). »Ich vertraue den Sicherheitsbehörden und lasse mich nicht einschüchtern«, sagte Schwesig dazu jüngst im SPIEGEL-Interview .

Breuer leitet den von Scholz neu eingerichteten Krisenstab seit Anfang Dezember. Als Chef des Kommandos Territoriale Aufgaben war er schon zuvor für alle Inlandseinsätze der Bundeswehr zuständig und damit auch für die Steuerung der gesamten Corona-Nothilfe der Truppe. (Lesen Sie hier  ein Porträt über Breuer.)

kvh/stw
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